Handball-Oberliga : Schülp/W’feld/RD: Wohin führt der Weg?

Hadert mit dem Verletzungspech: Trainer Gunnar Kociok.
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Hadert mit dem Verletzungspech: Trainer Gunnar Kociok.

Die HSG steht bei Dithmarschen LH am Sonntag vor einer richtungsweisenden Partie.

shz.de von
24. November 2013, 13:00 Uhr

Wenn die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Sonntag um 17 Uhr in der Eiderlandhalle Pahlen gegen den Dithmarschen LH aufläuft, dann hat diese Begegnung immer auch etwas von einem Derby. Zwar sind die beiden Vereine nicht unbedingt Nachbarn, doch man kennt sich. Ob die Brüder Steffen und Reiner Kobs oder Martin Ambrosius, der sogar in Westerrönfeld spielte – viele der Gegner sind alte Bekannte.

Dithmarschens größter Joker, Torhüter Jan Carstens, fehlt allerdings in diesem Spiel. Der erfahrene Schlussmann war bis zu seiner längerfristigen Knieverletzung oft der entscheidende Rückhalt seiner Mannschaft. Vielleicht liegt es auch an seinem Fehlen, dass die „Düwels“ bislang nicht an die Leistungsstärke vergangener Saisons anknüpfen konnten – auch wenn das „LH“ im Vereinsnamen immer noch für „Leistungshandball“ steht. Zurzeit rangieren die Dithmarscher Punktgleich mit der HSG mit 6:12 auf dem achten Platz, die Abstiegszone beginnt kurz dahinter. Zum Vergleich: Die letzte Spielzeit beendeten sie mit 34:18 Punkten auf Rang vier. Vier der Zähler wurden dabei gegen Westerrönfeld geholt. In diesem Jahr wird es spannend, denn eine klare Favoritenstellung ist nicht unbedingt auszumachen. Sicherlich ist Dithmarschen in der eigenen Halle stark und sicherlich ist auch die HSG personell nicht bestens aufgestellt, doch trotzdem ist diese Partie für beide Mannschaften richtungsweisend und deshalb mir vielen Hoffnungen verknüpft.

Westerrönfeld und Pahlen eint, dass sie beide erwartungsvoll in die Saison gestartet und nun relativ ernüchtert sind. „Die Vorbereitung lief super und die ersten Spiele auch. Es konnte ja keiner ahnen, dass wir permanent von Verletzungen gebeutelt werden“, ärgert sich Trainer Gunnar Kociok. Morgen fehlt ihm diesmal der rechte Rückraum, denn Niklas Ranft ist am Knie verletzt und Patrick Petriesas seit dem letzten Wochenende am Rücken. „Für die ständigen Ausfälle kann natürlich keiner was, aber trotzdem schlägt das irgendwann aufs Gemüt, wenn immer wieder etwas das geregelte Training stört“, sagt Kociok. Ein Lichtblick ist, dass Nils Martensen seine Wadenverletzung überstanden hat.

Der letzte Sieg der HSG in der Eiderlandhalle datiert vom 24.3.2012 – diesen zu wiederholen, wäre ein großer und wichtiger Erfolg für Westerrönfeld.

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