Handball-Oberliga : Schülp/W’feld/RD lässt zwei ganz wichtige Punkte liegen

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Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat den Befreiungsschlag bei der SG Hamburg-Nord verpasst und muss nun mehr denn je um den Klassenerhalt in der bangen.

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10. März 2014, 06:03 Uhr

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat den Befreiungsschlag bei der SG Hamburg-Nord verpasst und muss nun mehr denn je um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer bangen. In der Hansestadt verloren die Jungs aus der Kanalgemeinde deutlich mit 29:36 (14:15). Die erste Halbzeit verlief noch ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel ging wenig bei den Gästen. „Wir haben im Angriff zu viele Fehler fabriziert“, resümierte Co-Trainer Detlef Horst, der den krankheitsbedingt abwesenden Chefcoach Gunnar Kociok an der Seitenlinie vertrat und dies wohl auch noch in den kommenden Wochen als Hauptverantwortlicher tun muss.

Horst sah in den ersten Minuten eine ordentliche Vorstellung seiner Mannen. Jens-Christian Woldt führte auf der Mitte anständig Regie, setzte die geplanten Konzeptionen zur Zufriedenheit seines Trainers gut um. Davon profitierte vor allem Niklas Ranft auf Halbrechts, der insgesamt sieben Tore erzielen konnte. Die Führung wechselte ständig, keine Mannschaft vermochte sich abzusetzen. Nach Wiederanpfiff schwammen den Gästen die Felle von Minute zu Minute mehr davon. Spätestens als die Hamburger nach 50 Minuten mit 31:21 vorne lagen, war die Messe gelesen. Die HSG leistete sich zu viele überhastete Abschlüsse, zu viele Fehlpässe, agierte auch nicht so entschlossen und aggressiv wie die Hausherren in der Defensive. Horst: „Hamburg-Nord war im Kopf wacher als wir. Unser Zweikampfverhalten war schlecht.“

Der Coach bemängelte allerdings auch das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichtergespanns. Seine Mannschaft musste sechs Zeitstrafen verdauen, die Gastgeber lediglich eine einzige und die auch erst drei Minuten vor dem Schlusspfiff. „Man kann sich durchaus mal überlegen, ob es angesichts von zwölf gegebenen Strafwürfen für uns nicht auch die eine oder andere Zeitstrafe mehr gegen die Hamburger hätte geben können“, analysierte Horst. So aber standen die Gäste häufig in Unterzahl auf verlorenem Posten und liefen in viele Konter. „Nord durfte viele einfache Tore erzielen“, so Horst, der sich der kritischen Lage bewusst ist: „Wir müssen dringend Punkte sammeln. Wir haben jetzt noch fünf Endspiele vor der Brust.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Burchert – Hohnsbehn (2), Schrader, Jüschke (2), Woldt (11/11), Cohrt, Fisch (2), Seehase (1), Cardis (2), Ranft (7), Jöhnk (1), Dethlefsen (1), Moreau.

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