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Gastgeber gesucht : Schülerin will ihre guten Erfahrungen weitergeben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Petra (17) sucht Gastfamilien für junge Latinos, die sich in Rendsburg aufs Austauschjahr vorbereiten sollen.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 12:46 Uhr

Die große, weite Welt kennenlernen: Für viele Jugendliche ist dies ein Ziel für die Zeit nach dem Schulabschluss. Für andere wird dieser Traum bereits während der Schulzeit Realität. Zum Beispiel für die Rendsburgerin Petra Rössig. Von Sommer 2012 bis 2013 verbrachte sie ein Schuljahr im US-Bundesstaat Michigan. Jetzt möchte die 17-Jährige zusammen mit ihrer Freundin Lisa Schulz (18) anderen Jugendlichen ebenfalls die Möglichkeit geben, eine neue Kultur kennenzulernen.

Ab August 2014 werden zehn Schüler und Schülerinnen zwischen 15 bis 18 Jahren aus Mittel- und Südamerika ein Jahr in Deutschland verbringen. Petra und Lisa organisieren hierfür einen „Orientierungs- und Sprachkurs“, der vom 8. bis 30. August im Vorfeld des Austauschjahres in Rendsburg stattfindet. Die beiden Mädchen suchen für ihr Projekt noch Gastfamilien.

„Durch mein Austauschjahr habe ich viele neue Dinge kennen gelernt“, schwärmt Fußball-Fan Petra. So sah sie Baseball, American Football oder Basketball. Ein Foto erinnert noch daran, dass sie im Comerica Park beim Spiel einer berühmten Baseballmannschaft dabei war, den „Detroit Tigers“, einem Gründungsmitglied der American League.

„Natürlich habe ich auch neue Freunde gefunden“, erinnert sich Petra. Und fügt hinzu: „Dadurch, dass man andere Dinge kennen lernt, merkt man, was einem selbst wichtig ist.“

Wichtig ist ihr jetzt, etwas von ihren guten Erfahrungen weiterzugeben. Dabei werden sie und Lisa von der Austauschorganisation „Youth For Understanding“ (YFU) unterstützt. Sie müssen jedoch den dreiwöchigen Aufenthalt der Latinos in Rendsburg weitgehend selbst organisieren. Das fängt bei den Gastfamilien und einem Unterrichtsort an, geht über Mittagessen bis zu Busfahrkarten für die Gäste. Doch den Mädchen macht die Vorbereitung Spaß. Petra betont: „Auch wenn die Austauschschüler alle aus spanischsprachigen Ländern kommen, müssen die Gasteltern nicht zwingend Spanisch sprechen können. Ein wenig Englisch wäre natürlich gut.“ Unterkunft und Verpflegung durch die Familie – mehr sei gar nicht notwendig. Aber Mitte Mai läuft die Meldefrist ab, und es fehlen noch Unterkünfte.

Petra betont: „Die Jugendlichen sind täglich im Sprachkurs und nur am Wochenende zu Hause. Am wichtigsten ist es, ihnen einen Platz in der Familie zu geben und sie nicht immer nur als Gast, sondern als Familienmitglied anzusehen.“

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