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Landeszeitung

20. Oktober 2017 | 06:09 Uhr

Schüler verliebt in „Lille“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Grundschule Nortorf verfügt ab sofort über einen Schulbegleithund / Förderverein trägt Kosten mit

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 11:32 Uhr

Sie ist weich, flauschig und besonders kinderlieb: „Lille“ ist der neue Liebling an der Grundschule Nortorf. Seit Beginn des Schuljahres ist der Labradoodle (Mix aus Labrador und Pudel) als Schulbegleithund im Einsatz. Zusammen mit Frauchen und Schulsozialarbeiterin Antje Jensen wird „Lille“ den Alltag der Schüler begleiten.

Die Idee dazu kam Claudia von der Heyde bereits vor Längerem. Als die Schulleiterin eine Hausarbeit zu diesem Thema las, wurde sie aufmerksam. „Ein Schulbegleithund ist so vielseitig einsetzbar und eine echte Bereicherung“, findet von der Heyde. Möglich wurde die „Anschaffung“ vor allem auch durch den Förderverein der Schule. Nicole Schröder, ehemals im Vorstand tätig, hat das Projekt maßgeblich mit auf den Weg gebracht. Kosten für Impfungen, Wurmkuren und Untersuchungen wurden vom Verein übernommen. Auch die Ausbildung zum Schulbegleithund hat der Förderverein getragen. Die Idee, dass „Lille“ als solcher „arbeiten“ kann, kam Antje Jensen bereits früh. „Das Ziel war schon da, dass ‚Lille‘ eines Tages als eine Art Therapiehund eingesetzt werden soll“, berichtet die Schulsozialarbeiterin. Mit ihren zwei einhalb Jahren absolvierte die Mischlingshündin jüngst ihre Ausbildung. Auch ein Wesenstest bestätigte: „Lille“ eignet sich hervorragend für ihren besonderen Einsatz.

In den kommenden Wochen wird sich die Hündin in jeder Klasse vorstellen. Auf das Kennenlernen werden auch die Schüler von ihren Lehrern vorbereitet. Zwei bis drei mal in der Woche wird „Lille“ in der Kleingruppenarbeit eingesetzt. „Dadurch können wir Kindern die Schulangst nehmen, sie motivieren oder auch Stresssituationen bewältigen“, weiß Antje Jensen. Der Lernort Schule soll positiv belegt werden. „Vor allem montags wird ,Lille’ dafür sorgen, dass sich die Schüler öffnen können und gern zur Schule kommen“, ergänzt Claudia von der Heyde. Die Arbeit mit dem Schulbegleithund soll sich nach und nach steigern, „noch sind wir ja ganz am Anfang und stehen in den Startlöchern“, sagt Jensen. Auch das Erlernen sozialer Kompetenzen durch den Hund steht auf dem Programm.

Damit „Lille“ als Mitarbeiterin der Schule erkennbar ist, hat der Förderverein auch Schulkleidung mitsamt des Grundschul-Logos finanziert. Schon nach kurzer Zeit hat sich die Hündin bereits eingelebt an ihrem neuen Arbeitsplatz. „Sobald wir zur Schule kommen, ist sie immer Feuer und Flamme“, freut sich Antje Jensen. Und auch die Kinder zeigen sich begeistert. Claudia von der Heyde: „Es ist schön zu sehen, wie die Schüler mit ,Lille’ umgehen, durch sie auf verschiedenste Art lernen und wir merken, wie gut es den Kindern tut.“

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