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Gemeinsame Sache : Schüler und Senioren schließen Vertrag

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Imland-Seniorenhaus ist neben den Stadtwerken und der Stadtbücherei der dritte Kooperationspartner der Gemeinschaftsschule Nortorf. Schüler und Senioren sollen künftig voneinander lernen. Auch Ausbildungs- und Praktikumsplätze sollen vermittelt werden.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Seit einem halben Jahr liefen die Vorbereitungen, gestern nun unterzeichneten Ivonne Gerth, Konrektorin der Gemeinschaftsschule, und Susanne Untiedt, Leiterin des Imland-Seniorenhauses, in Nortorf gemeinsam einen Kooperationsvertrag. Neben den Stadtwerken und der Stadtbücherei ist das Imland-Seniorenhaus damit der dritte Partner der Schule. „Die Verträge sind alle ähnlich. Wir tun was für die und die etwas für uns“, betont Ivonne Gerth. Nicht nur Praktikums- oder Ausbildungsplätze sollen vermittelt werden, auch Hilfestellungen bei der Projektarbeit der Neuntklässler, die über drei Monate dauert, sollen damit gewährleistet werden. Ausstellungen, gemeinsame Aktionen oder Aufführungen runden das Kooperationspaket ab.

„Wir haben schon ein paar konkrete Ideen gesammelt“, berichtet Susanne Untiedt. So sollen unter anderem Kunstprojekte die Räumlichkeiten des Seniorenhauses verschönern. Auch Vorleseaktionen seien geplant. Im Mittelpunkt des Vertrages stünde aber das „Miteinander“. Kerstin Schümann, die die Projekte im Seniorenhaus mit begleiten wird, freut sich bereits auf die zukünftige Zusammenarbeit. „Als Schüler das Musical Pink Panther bei uns aufgeführt haben, waren die Senioren richtig aus dem Häuschen.“ Die Rückmeldung sei sehr positiv gewesen und die Bewohner waren zu „Freudentränen gerührt“, ergänzt Susanne Untiedt. Deshalb wolle man die Zusammenarbeit künftig intensivieren.

„Kinder und Tiere öffnen das Herz der Senioren“ sind sich die Kooperationspartner einig. Die Menschen im Seniorenhaus kommen im Alltag meist nur mit Erwachsenen in Kontakt, da sei es schön, wenn Schüler und Senioren aufeinandertreffen.

Auch Tom Reimers und Lea Matzen, Klassensprecher der 8. Klasse, zeigen sich von dem Projekt begeistert. Bei einem Besuch im Imland-Seniorenhaus waren sie zunächst erstaunt von den vielen Räumen und der Größe der Einrichtung. „Ich finde es schön, wenn die Senioren glücklich sind“, erzählt Tom und Lea ergänzt, dass die „Geschichten der Senioren von früher sehr interessant sind“. Bei ihrem Besuch sichteten sie auch die stille Ecke, in der der Verstorbenen gedacht wird. Dort steht ein Bild des ehemaligen Bewohners mit einer Kerze. In der Ecke können sich die anderen Bewohner verabschieden und ihre Trauer zum Ausdruck bringen. „Hier treffen Generationen aufeinander“, betont Susanne Untiedt, die Jungen lernen von den Alten und umgekehrt. „Lebenserfahrungen werden ausgetauscht und weitergebenen“, so die Einrichtungsleiterin weiter. Auch Wolfgang Weiß vom Heimbeirat unterstützt den Kooperationsvertrag. „Die Schüler erleben den dritten beziehungsweise letzten Lebensabschnitt der Alten und Behinderten und deren Alltag kennen.“ Auf der anderen Seite würden sie aber auch für Schwung im Haus sorgen und den Senioren mit ihrem Besuch ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sind sich die Verantwortlichen von Schule und Imland-Seniorenhaus einig. „Davon profitieren alle.“

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