zur Navigation springen
Landeszeitung

21. November 2017 | 14:31 Uhr

Verkehr : Schüler kommen endlich sicher an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zwischen Jevenstedt und Schülp wurde ein Radweg eingeweiht. Zuvor war das Bauvorhaben jahrelang an der Finanzierung gescheitert.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 10:52 Uhr

Ab sofort können Radfahrer gefahrlos die Strecke zwischen Jevenstedt und Schülp befahren. Entlang der Kreisstraße 43 ist ein 3,2 Kilometer langer Radweg gebaut worden. Mit einer kleinen Feier wurde er eingeweiht. Zahlreiche Radfahrer aus den beiden Gemeinden hatten sich am „Sirenenweg“ eingefunden. Dort gab es zur Eröffnung des Radweges Bratwurst und Getränke. Der Schülper Bürgermeister Wolfgang Wachholz, der stellvertretende Jevenstedter Bürgermeister Peter Göttsche und der stellvertretende Kreispräsident Wolfgang Weiß durchschnitten gemeinsam mit Kindern das obligatorische Band zur Freigabe.

„Diese Radweg haben wir uns schon lange gewünscht“, sagte Wachholz. Aber weil sich der Kreis aus dem Radwegebau zurück gezogen habe, sei die Finanzierung das große Hindernis gewesen. „Unsere beiden Gemeinden konnten das nicht alleine wuppen“, sagte Bürgermeister Göttsche. Weil eine sichere Radverbindung besonders für Schüler, die aus Schülp zur Schule nach Jevenstedt fahren müssen, wichtig sei, habe der Amtsausschuss das Thema 2011 wieder aufleben lassen. Entscheidend für die Umsetzung war eine Förderzusage des Landes. Aus Mitteln der Gemeindeverkehrsfinanzierung wurde die Übernahme von 70 Prozent der Baukosten zugesagt. 217  000 Euro gab die Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg, ein freiwilliger Zusammenschluss von 13 Kommunen, dazu. So blieben von den Gesamtkosten von 1,085 Millionen Euro noch 225000 Euro übrig, Zwei Drittel davon bezahlt Schülp, weil das der Strecke des Radwegs auf ihrem Gemeindegebiet entspricht, den Rest übernimmt Jevenstedt. Die Westerrönfelder Firma Heinrich Brandt hat den 2,5 Meter breiten Radweg gebaut, den das Unternehmen W2-Ingenieure aus Hohenwestedt geplant hat. Die Bauzeit betrug ein halbes Jahr. Auch der Kreis sitzt bei dem neuen Radweg mit im Boot. Er übernimmt die Pflege der Strecke.

Axel Bock aus Schülp zeigte sich froh, dass sein Sohn Lukas (13) jetzt sicher nach Jevenstedt in die Schule fahren kann. „Wir haben früher den sogenannten Badeweg benutzt, einen Feldweg, der parallel zur Kreisstraße durch die Feldmark führt“, sagte Axel Bock. Denn auf der K43, die nur fünf Meter breit ist, sei es für Radfahrer viel zu gefährlich. „Wenn sich Fahrzeuge begegnen, ist kein Platz mehr für ein Fahrrad.“ Auch „Friedas Fahrradclub“ aus Schülp war auf der neuen Strecke unterwegs. Die 20 Mitglieder unternehmen jeden Freitag eine gemeinsame Tour und fahren dabei rund 30 Kilometer. „Den neuen Radweg werden wir ausgiebig befahren“, kündigte Tourenleiter Günter Reincke an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen