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Gewerbegebiet : „Schönes Hinterland“ für den Hafen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Befürchtungen der Anwohner in Aspel-Nord sollen bei der Ansiedlung von Betrieben im interkommunalen Gewerbegebiet berücksichtigt werden.

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erstellt am 22.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Lange dümpelte das interkommunale Gewerbegebiet südlich der Bundesstraße 202 vor sich hin. Schon 1999 haben Rendsburg und Osterrönfeld Flächen von mehr als 45 Hektar für die Ansiedlung von Betrieben vorgesehen. In den Jahren 2004 und 2005 wurden für Teilbereiche Bebauungspläne aufgestellt. Diese sollen jetzt aktualisiert werden, was Anwohner des angrenzenden Baugebiets Aspel-Nord auf den Plan ruft.

Durch den Schwerlasthafen, RePower Systems und zusätzlich das Unternehmen Max Bögl, das zurzeit eine Produktionshalle für Windkrafttürme nördlich der Straße „Am Kamp“ baut, sei das Gewerbegebiet südlich der B 202 ein „schönes Hinterland für eine Hafenansiedlung“ geworden, sagte Peter Klarmann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung beim Amt Eiderkanal und Geschäftsführer der Hafengesellschaft Rendsburg Port Authority (RPA). Deshalb sei die Planung und Vermarktung an die RPA übertragen worden.

Als erste Verbindung vom Hafenbereich in das südliche Gewerbegebiet ist im September ein Teil der Karl-von-Drais-Straße fertiggestellt worden. Im kommenden Jahr soll die Marie-Curie-Straße als Gemeindeverbindungsstraße vom Kreisverkehr Aspel-Nord parallel zur B 202 durch das Gewerbegebiet bis zur neuen Anschlussstelle gebaut werden.

Auf Stichstraßen innerhalb des Gebietes, die in früheren Plänen für die Erschließung kleinerer Gewerbeflächen vorgesehen waren, könne man verzichten, machte Klarmann deutlich. Aufgrund mehrerer Anfragen habe man festgestellt, dass sich eher großflächige als kleinere Betriebe ansiedeln würden.
Die bisher festgesetzten Gebäudehöhen von zwölf bis 16 Metern seien für die Zulieferindustrie für Windkraftanlagen nicht ausreichend. Hier müsse eine Anpassung an die Nachfrage erfolgen.

Auch das System der Oberflächenentwässerung soll geändert werden. Ein geplantes aufwändiges Regenrückhaltebecken könne wegen Einbeziehung des benachbarten Bruchwaldes entfallen.

Über die Bebauungspläne Nr. 79, „Gewerbegebiet Bischofskamp/ B 202-Süd“, der Stadt Rendsburg, Nr. 32, „Birkenhof“, der Gemeinde Osterrönfeld und Nr. 94, „Zum Hafen“, der Stadt Rendsburg wird am Donnerstag, 24. Oktober (18 Uhr), in einer gemeinsamen Sitzung der Bauausschüsse von Stadt und Gemeinde im Bürgerzentrum „Alter Bahnhof“ beraten.

Mit besonderem Interesse werden die Anwohner des Wohngebiets Aspel-Nord die Beratungen verfolgen. Der Franz-Pantel-Weg grenzt direkt an das geplante Gewerbegebiet. In einer Anliegerversammlung, zu der die Rendsburg Port Authority und die Gemeinde am 5. September eingeladen hatten, äußerten Anwohner die Befürchtung vor Beeinträchtigungen durch Gewerbebetriebe. „Wir haben schon jetzt eine Lärmschutzzone von 50 Metern zur Bebauung zugesagt“, erklärte Klarmann. Im Anschluss daran solle eine Zone mit eingeschränkter Gewerbenutzung folgen.
Klarmann betonte, dass die Befürchtungen der Bürger berücksichtigt würden. „Wir sind erst am Beginn.“ Am Montag, dem 11. November (Uhrzeit????, Bürgerzentrum Alter Bahnhof), sollen die Planungen im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung vorgestellt und diskutiert werden.

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