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Schneller Surfen in Nortorf: Glasfasernetz wird verlegt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Innenstadtbereich müssen Gehwege aufgerissen werden / Arbeiten mindestens bis 2022

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 15:15 Uhr

Der Ausbau mit superschnellem Internet in Nortorf hat begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich läuteten die Stadtwerke Nortorf gestern Nachmittag die erste Bauphase ein. Als erstes werden Wohn- und Gewerbegebiete am südlichen Stadtrand angeschlossen. Eine Leitung soll direkt zur Zentrale der Stadtwerke führen. Dort werde auch der zentrale Knotenpunkt für das Glasfasernetz liegen, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Winfried Bentke. Von der Zentrale aus soll eine Leitung entlang der Poststraße bis in den Bereich Dreieinigkeit und Johannisstraße laufen. Bereits gestern waren Bauarbeiter dabei, Leerrohre unter den Bahnschienen hindurchzuschieben. Von dort soll die Leitung entlang der Itzehoer Straße bis in das Pilotgebiet laufen.

Als ersten Abschnitt habe man sich den Bereich Kolberger Straße, Belgarder Straße und Elbinger Straße ausgesucht, erklärte Bentke. In dem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet sollen 150 Anschlüsse den Anfang des Netzes bilden. Dafür seien rund 550  000 Euro anfänglich investiert worden, erläuterte der Geschäftsführer. Aus dem Pilotgebiet sollen die Glasfaserleitungen in die Nachbarschaft wachsen, sodass beispielsweise die Eichenallee und das Gewerbegebiet Gnutzer Straße in naher Zukunft als Anschlussgebiete vorgesehen seien. Fest in der Planung sei auch das neue Baugebiet „Am Kirchstieg“, das am Nortorfer Stadtrand an der Bargstedter Straße liegt. Das Stadtgebiet habe man in insgesamt 29 Ausbaucluster unterteilt, sagte Bentke. Diese würden der Nachfrage entsprechend erweitert, sodass es vorgesehen sei, Gebiete mit besonders hoher Kundenresonanz zuerst auszubauen. „Bis 2022 plus x Jahre werden wir wohl brauchen, wenn wir nicht das ganze Stadtgebiet umgraben wollen“, meinte Bentke.

Zurzeit heben Arbeiter die ersten Gräben für die Glasfaserleitungen im Bereich der Dreieinigkeit aus. Damit die Leitungen ins Erdreich kämen, müssten im Innenstadtbereich die Gehwege aufgerissen werden, erläuterte Bentke, dazu könne es zu Behinderungen auf den Fußwegen und auch auf der Fahrbahn durch Baufahrzeuge kommen. Er bitte dies zu entschuldigen, anders seien die Arbeiten nicht durchzuführen, so der Geschäftsführer. Insgesamt sei die Geschäftsführung der Stadtwerke Nortorf optimistisch. Denn: „Wir haben sehr, sehr viele Nachfragen nach dem Glasfaser-Internet“, sagte Winfried Bentke. Die Glasfasertechnologie sei zukunftsfähig, sagte Ralf Seidel. Während bei alten Kupferkabeln die Grenze der Leistungsfähigkeit bald erreicht sei, fange man bei Glasfaser gerade erst an, die Möglichkeiten auszuschöpfen. „Wir bieten momentan zwar nur eine 300-Mbit-Leitung an, aber auch ein Gigabit sei theoretisch kein Problem“, sagte Ralf Seidel. In zwei bis drei Monaten sollen die ersten Haushalte mit Glasfaseranschluss versorgt sein, sagte Winfried Bentke.

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