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CDU Rendsburg : Schmusekurs mit Hindernissen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der CDU-Ortsverband setzt auf Harmonie: „Wir haben uns gut berappelt“.

Die CDU wollte keinen Streit. Harmonisch sollte die Jahresversammlung am Mittwoch im „Conventgarten“ verlaufen, möglichst ohne Querschläger aus den Reihen etwaiger enttäuschter Mitglieder. Ortsverbandschef Ralf Kaufmann hatte am Montag sogar noch zu einer vorgeschalteten Vorstandssitzung eingeladen, um interne Differenzen auszubügeln. Der Erfolg dieses Manövers zeigte sich auf der Jahresversammlung. Geschlossen stand die CDU hinter ihrem Vorsitzenden. Kritik gab es keine. Alle notwendigen Entscheidungen wurden einstimmig getroffen.

Die wichtigste Personalie des Abends war die Wiederbesetzung des Postens von Holger Diehr. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister von Fockbek hatte Diehr sein Amt als stellvertretender CDU-Ortsverbandsvorsitzender aufgegeben. Um seine Nachfolge hatte es zwischenzeitlich zwei Bewerber gegeben, am Ende blieb nur einer im Rennen: Ingolf Bädtker, Kaufmanns Wunschkandidat. Sein Parteifreund Markus Schmook hatte zwar auch den Hut in den Ring geworfen, aber die Kandidatur im Dezember wieder zurückgezogen. CDU-Insider nennen als Grund Differenzen mit Kaufmann.

Das zog Kreise. Anfang dieser Woche erreichte den Vorstand ein Rücktrittsschreiben von Manfred Schukart, Beisitzer im CDU-Vorstand. Er sei es leid, dass die Sacharbeit immer wieder von internen Querelen überlagert werde, teilte er seinen Vorstandskollegen mit. Gegenüber der Landeszeitung erklärte Schukart, dass er mit Schmook befreundet sei und auch einen guten persönlichen Draht zu Bädtker und Kaufmann habe: „Ich fühlte mich befangen und wollte nicht in eine Situation kommen, in der ich plötzlich zwischen den Stühlen sitze.“

Doch es folgte der Rücktritt vom Rücktritt. Der Vorstand bat Schukart, doch weiterzumachen. Schließlich gab dieser nach. Das wiederum freute seinen Vorsitzenden Ralf Kaufmann: „Manfred Schukart ist ein Querdenker und Teamspieler, wie man ihn unbedingt braucht.“

Zurück zur Jahresversammlung: Gegenüber den Mitgliedern zog Kaufmann Bilanz. Vor einem Jahr habe er – „neu und unerfahren“ – einen Ortsverband übernommen, der nach der verlorenen Bürgermeisterwahl zerstritten gewesen sei und keinerlei Ausstrahlung nach außen gehabt habe. Die Situation habe sich deutlich gebessert. Kaufmann: „Wir haben uns gut berappelt.“

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erstellt am 23.Jan.2014 | 13:24 Uhr

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