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Handball : Schlegel erlebt einen Sieg für die Geschichtsbücher bei seinem Einstand als neuer Trainer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Einen perfekteren Einstand hätte sich Dirk Schlegel, neuer Trainer bei der HSG Kropp/Tetenhusen, gar nicht wünschen können. Seine Spielerinnen schenkten ihm einen famosen 37:8 (19:3)-Heimsieg über Aufsteiger SG Niendorf/Wandsetal.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2013 | 23:00 Uhr

Ein Ergebnis, das die Handball-Oberliga der Frauen in der Höhe wohl noch nie gesehen hat. 29 Tore Unterschied! Demontage, Kantersieg, Schützenfest: Alles Begriffe, die das Geschehene nicht trefflich beschreiben können. Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen: Ist das hier wirklich Oberliga-Handball? „So etwas habe ich in meiner Laufbahn als Trainer noch nicht erlebt“, staunte Schlegel Bauklötze nach Schlusspfiff. Eigentlich kennt er solche Ergebnisse nur von seinen E-Juniorinnen, die er beim TSV Alt Duvenstedt trainiert. „Alle Spielerinnen haben eine super Leistung abgeliefert.“

Sein Niendorfer Trainerkollege erlebte dagegen seinen schlimmsten Albtraum. Teilweise erinnerte die Partie eher an Slapstick à la Didi Hallervorden als an einen sportlichen Wettstreit. Grund: Zu Hause spielen und trainieren die Hamburgerinnen ohne Backe. Die Kropperinnen sind aber traditionell nicht zimperlich mit dem Einsatz des klebrigen Hilfsmittels. Und so landete der Ball nicht selten auf dem Fuß der Passgeberin als bei der nächst postieren Teamkameradin. Die Folge: ein wahnwitziges 19:3-Pausenergebnis. Der Torreigen ging nach Wiederanpfiff munter weiter. Hinten brannte überhaupt nichts an. Die harmlosen Würfe der völlig verunsicherten Gäste waren in den allermeisten Fällen sichere Beute der beiden gut aufgelegten HSG-Torhüterinnen Svenja Maelzer und Tatjana Cornehl. Dirk Schlegel verlebte einen äußerst entspannten Nachmittag auf der Bank. „Ich war vor dem Anpfiff schon ein wenig nervös“, verriet der Coach. Die Nervosität verflog jedoch wenige Minuten nach dem Anpfiff. Bedingt durch die Vielzahl an technischen Fehlern lief seine Mannschaft – angeführt von ihren Leitwölfen Dörte Paul und Sarah Jörgensen – einen Tempogegenstoß nach dem anderen. „Das Team war extrem motiviert“, so Schlegel. Am Ende sprang ein Sieg heraus, der in die Vereinsannalen eingeht.

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer (1.- 30.), Cornehl (ab 31.) – Pahl (2), Paul (6), Rohwer (8), Ohm (2), Krück (3), Kösling (3), Seidel (7/3), Jörgensen (4/1), Jöns (1), Lübker (1).

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