zur Navigation springen

Erste Niederlage : „Schlag den Bürgermeister“ – Gegner mit Köpfchen besiegt Gemeindeoberhaupt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Björn Baasch, Bürgermeister von Lütjenwestedt, musste diesmal die Siegprämie zahlen.

shz.de von
erstellt am 31.Jul.2017 | 11:55 Uhr

„Schlag den Bürgermeister!“ Zum dritten Mal maß sich Gemeindeoberhaupt Björn Baasch in einem unterhaltsamen Spielemehrkampf mit einem Einwohner Lütjenwestedts – und zum ersten Mal musste sich der Bürgermeister geschlagen geben. Herausforderer Torge Kock holte seine Punkte insbesondere in den Disziplinen, in denen Grips gefragt war (Kopfrechnen, Rückwärts-Buchstabieren, Quizfragen), und nahm als Siegprämie 1500 Euro mit nach Hause. Schon 2015 und 2016 hatte Björn Baasch die Lütjenwestedter eingeladen, sich bei „Schlag den Bürgermeister!“ in maximal 15 Spielen aus der TV-Show „Schlag den Raab!“ mit ihm zu messen. 500 Euro hatte der Bürgermeister bei der Premiere demjenigen geboten, der ihn schlagen könnte. Baasch gewann den ersten Wettkampf, steigerte die Siegprämie 2016 auf 1000 Euro, gewann abermals – und erhöhte den „Pott“ für seinen potenziellen Bezwinger auf 1500 Euro.

Das Prozedere im Vorfeld war das gleiche wie in den vergangenen beiden Jahren. Lütjenwestedter ab 18 Jahren konnten sich per Video um die Teilnahme bei „Schlag den Bürgermeister“ bewerben. Acht Einwohner schickten Vorstellungsvideos, die nun am Sonnabend bis zum Wettkampfbeginn in der Mehrzweckhalle des TSV Lütjenwestedt gezeigt wurden. Um kurz nach 17 Uhr traf der Titelverteidiger ein, und zwar im Feuerwehrauto: Björn Baasch stürmte in Feuerwehrkluft aus dem Fahrzeug, um mit einem Eimer Wasser ein mittels künstlichen Rauchs und einer hölzernen Flamme simuliertes Feuer zu löschen, verkündete „Ich brenne schon!“ und begrüßte das Publikum.

„Die Spiele, die wir gleich spielen werden, kenne ich wie immer nicht“, versicherte der Bürgermeister, „und nun bin ich gespannt, wer der Glückliche ist, der gleich gegen mich antreten darf.“ Alle acht Kandidaten hatten Nummern erhalten, die sich auf kleinen Kugeln wiederfanden, die in eine Lostrommel kamen – und gezogen wurde die Nr. 3: Torge Kock.

Der Herausforderer sicherte sich den ersten Punkt durch einen Erfolg im ersten Spiel, indem er es schaffte, – auf einer Bank sitzend – einen schweren Medizinball länger mit den Beinen fest- und hochzuhalten als der Bürgermeister. Für Spiel Nr. 1 gab es einen Siegpunkt, für Spiel Nr. 2 zwei Punkte, für Spiel Nr. 3 drei Punkte und so weiter. Baasch produzierte in Spiel Nr. 2 innerhalb von zwei Minuten die längere Dominostein-Kette – also hieß es 2:1 für den Bürgermeister. Durch Siege in den Spielen 3 bis 5 (Prominente anhand ihrer Augenpartien erraten; eine umgedrehte Colaflasche mit einem Flaschenverschluss umschnippen; möglichst viele Begriffe innerhalb von drei Minuten korrekt rückwärts buchstabieren) erarbeitete sich Kock zwischenzeitlich eine 13:2 Punkte-Führung. Der Bürgermeister konterte mit Siegen in den Spielen 6 bis 9 (Handtuchauswringen; Wettlauf um den Sportplatz; das Innenleben aus einer Minibrezel herausnagen; Begriffe beim „Kofferpacken“ aneinanderreihen) und zog bis auf 32:13 Punkte davon.

Auf die Verliererstraße geriet der Bürgermeister bei Spiel 13, dem Kopfrechnen, wo sich Kock die Führung zurückeroberte. Der Herausforderer ging mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung (48:43) in Spiel 14 – dem Zielkicken auf zehn Dosen –, aus dem er siegreich und mit einer uneinholbaren 62:43-Führung hervorging. Spiel 15 brauchte nicht mehr in Angriff genommen zu werden. Bürgermeister Baasch zahlte seinem Bezwinger anstandslos die versprochenen 1500 Euro – in Form von drei dicken Fünf-Euro-Bündeln in einem kleinen Silberkoffer – und gab bekannt: „Nächstes Jahr geht es natürlich weiter mit ‚Schlag den Bürgermeister!‘ Dann starten wir wieder mit 500 Euro.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen