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Feuer in Rendsburg : Schlaflose Nacht im Uhrenblock

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Dichter Rauch im 4. Stock: Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ab 2.47 Uhr stundenlang im Einsatz / 37 Bewohner in Sicherheit gebracht

Kleine Ursache, große Wirkung: Ein Feuer mit starker Rauchentwicklung im Uhrenblock an der Kaiserstraße hat weit mehr als 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Rotkreuz und THW sowie 37 Hausbewohner um die Bettruhe gebracht. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall in der Nacht zu Sonnabend niemand. Den Sonntag nutzte jedoch so mancher, um den Schrecken zu verdauen und Schlaf nachzuholen.

Um 2.47 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei über starken Qualm im vierten Obergeschoss informiert. Gleich mehrere Rauchmelder hatten angeschlagen. „Es gingen mehrere Atemschutztrupps in den verqualmten Flurbereich zur Personensuche in den Wohnungen und zur Brandbekämpfung vor“, teilte der stellvertretende Wehrführer Jens Schnittka am Tag nach dem Einsatz mit. „Parallel lief die Evakuierung des Gebäudes in Zusammenarbeit mit der Polizei.“ 37 Personen wurden in Sicherheit gebracht. Betreut wurden sie in der angrenzenden Unterkunft des Technischen Hilfswerks durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein, kurz RKiSH.

Schnell stellte sich heraus, dass in einer kleinen Abstellkammer, die an einen Flur grenzt, ein Feuer ausgebrochen war. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg brachten die Flammen früh unter Kontrolle. Es dauerte jedoch, bis der Rauch restlos entwichen war und das Gebäude wieder freigegeben werden konnte. Die Aufräumarbeiten und das Lüften zogen sich über mehrere Stunden hin. Wie Polizeisprecher Rainer Wetzel mitteilte, konnten alle Bewohner erst gegen 5.30 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Bearbeitung übernommen. Zur Schadenshöhe und zur Ursache des Feuers konnten zunächst keine gesicherten Angaben gemacht werden.

Durch den Einsatz wurden auch Bewohner in den umliegenden Straßen aus dem Schlaf geschreckt. Zur möglichen Rettung von Personen hatte die Feuerwehr die Teleskopmastbühne, die bis zu 42 Meter hoch ausgefahren werden kann, und eine Drehleiter an einer anderen Gebäudeseite in Position gebracht. Beide Rettungswege mussten nicht genutzt werden. Die Brandschützer waren mit 32 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen vor Ort. Die RKiSH hatte zwei Rettungswagen und einen Notarzt in die Kaiserstraße beordert.

Der Uhrenblock gehört zu den markantesten Gebäuden Rendsburgs. Er wurde 1881 erbaut und diente zunächst als Kaserne. Heute sind in ihm vor allem Wohnungen, Arztpraxen und Büros untergebracht.

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