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Handball-SH-Liga, Männer : Schlägt das „Trio Infernale“ wieder zu?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer setzt die HSG Eider Harde im Spiel gegen den TSV Mildstedt wieder auf Tore von Oeltjen, Möller und Gosch. Das Trio hat insgesamt 138 der 194 Saisontore der HSG erzielt.

Es ist das Duell der Enttäuschten der vergangenen Spielzeit, wenn heute Abend die Handballer des TSV Mildstedt bei der HSG Eider Harde antreten (20.30 Uhr, Werner-Kuhrt-Halle). Zwei Mannschaften, die es nicht geschafft haben, die Oberliga zu halten und nun eine Klasse tiefer in der Schleswig-Holstein-Liga ran müssen. Mit ganz unterschiedlichem Erfolg.

Während die HSG ihre Aufstiegsambitionen als aktuell Tabellenzweiter (12:2) bereits untermauert hat, rangieren die selbsternannten „Bullen“ aus Nordfriesland mit drei Siegen und vier Pleiten im Mittelfeld des Klassements. Trotzdem warnt Eider-Trainer Thomas Carstensen vor den jungen Gästen, die sich nach dem Abstieg im Umbruch befinden: „Das ist ein unangenehmer Gegner, der an guten Tagen jeden in der Liga schlagen kann.“ Der bekannteste Spieler ist ein alter Hase. Linkshand Mario Petersen ist der Kopf der Mannschaft. Früher warf er in der 2. Liga für die HSG Tarp/Wanderup Tore am Fließband, heute für die Nordfriesen. Beim 37:36-Erfolg des TSV am vergangenen Wochenende in Mönkeberg traf Petersen gleich 14 Mal ins Schwarze.

Bei den Eider-Handballern ist es das „Trio Infernale“, ohne dessen Tore die Truppe niemals oben mitspielen würde: Steffen Oeltjen (49 Tore), Eike Möller (47) und Jörg Gosch (42). 138 der 194 Saisontreffer gehen auf das Konto der drei Torjäger. Trotz dieser eindeutigen Statistik hält Carstensen seine Mannschaft nicht für ausrechenbar. Auch weil einige Youngster einen Schritt nach vorne gemacht haben. So wie Jannek Brown auf Halblinks, der viel Spielzeit bekommt und zu einem echten Unruheherd im Angriff der HSG geworden ist. Oder Jannik Oettershagen, der zwar nicht zu den torgefährlichsten Mittelmännern der Liga gehört, dafür aber mit viel Auge spielt. Er hat derzeit das Problem, dass er unter der Woche im niedersächsischen Hameln ein duales Studium absolviert und daher nicht trainieren kann. Linkshänder Philip Meyer kommt nach seiner Fußverletzung besser in Fahrt. Zuletzt erzielte er zwei Tore. Kreisläufer Finn Ketelsen muss sich vorne die Einsatzzeiten mit Sven Bendixen und Timo Petersen teilen. Ketelsen ist dafür in der Abwehr eine feste Größe. Und auch Torwart Jannik Severin hat schon oft gezeigt, dass er bei der HSG die Zukunft zwischen den Pfosten darstellt.

Bei Lars Wiese sieht das ein wenig anders aus. Das Talent kämpft nach kleineren Blessuren um den Anschluss im Team. Sein Coach wartet noch darauf, dass bei ihm der Knoten platzt. Jerome Weigmann (O-Ton Carstensen: „Ein unheimlich positiver Typ“) sammelt vorerst Spielpraxis in der „Zweiten“, trainert aber bei der „Ersten“ weiter mit. Er hat es schwer auf Linksaußen hinter Steffen Oeltjen, der bislang eine richtig gute Saison spielt. Gegen Mildstedt wird die HSG Eider Harde wieder auf seine Tore angewiesen sein.

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