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Geruchs-Problem : Schimmel in der Sporthalle: Sanierung hat begonnen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Miefiger Gestank war Auslöser für Suche. Ein Befall wurde in der Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums festgestellt. Es besteht keine akute Gefahr für die Gesundheit.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 15:25 Uhr

Der miefige Gestank in der Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums ging Schülern und Lehrern seit Jahren auf die Nerven. Doch erst im Januar kam man der Ursache auf die Spur: Schimmel hatte sich im Geräteraum, an den Sportgeräten sowie in den Duschräumen ausgebreitet. Die Stadt leitete jetzt eine Sanierung in die Wege. Kosten: 15 000 Euro.

Warum die Schule den Gestank so lange ertrug, begründet Schulleiter Berthold Kayma: „In fast jeder Turnhalle riecht es komisch.“ Da der beißende Geruch jedoch schlimmer wurde, informierte Kayma im Frühjahr 2012 die Stadt. Die Schadstoffmessungen der Luft ergaben keine Hinweise auf Schimmelsporen. Kayma wunderte sich, aber „gegen Messdaten kann man erstmal schwer etwas machen.“

Allerdings häuften sich im vergangenen Jahr die Klagen von Lehrern und Eltern. Kayma wandte sich vor den Weihnachtsferien erneut an die Stadt. Und bei einer Ortsbegehung entdeckte man diesmal den Schimmel. Die Stadt handelte umgehend. Alte Geräte wurden entsorgt oder mehrfach desinfiziert. Arbeiter tauschten defekte Lüftungen aus, montierten zusätzliche Ventilatoren und besserten feuchte Stellen aus. In den Sommerferien dieses Jahres werden nach Aussage von Thomas Siegel, Fachdienstleiter Hochbau, die Duschen saniert.

Kayma lobt das schnelle Eingreifen der Verwaltung: „Die Stadt nimmt alle Möglichkeiten wahr, das Problem in den Griff zu bekommen.“ Für gesunde Menschen bestehe keine Gefahr für die Gesundheit. Kinder und Erwachsene mit chronischen Beschwerden müssten hingegen aufpassen. Ein Vertreter des Landesamtes für soziale Dienste habe bei der Begehung festgestellt, dass Kinder mit allergischem Asthma sich nicht in der Halle aufhalten sollten. „Die Sportlehrer haben daraufhin sofort die Eltern informiert.“ Diese entscheiden, ob ihr Kind am Sportunterricht teilnimmt. Das Gebäude wird nach wie vor für Trainingseinheiten genutzt.

Ursache für den Schimmelwuchs waren eine schlechte Belüftung und die unzureichende Wärmedämmung beim Bau vor 40 Jahren. Die Stadt will das Thema im Auge behalten. Thomas Siegel zum weiteren Vorgehen: „Zukünftig werden eventuelle Schimmelbelastungen durch regelmäßige Messungen überprüft.“

 

 

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