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Goldene Hochzeit : Schicksalhafte Begegnung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Christine und Gerhard Mäter feiern heute ihr goldenes Ehejubiläum. Der Ehemann erinnert sich noch genau an die erste Begegnung: „Sie stand am Straßenrand und wartete auf jemanden, und dann kam ein Windstoß und wehte ihr den Faltenrock über den Kopf.“

„Sie stand am Straßenrand und wartete auf jemanden, und dann kam ein Windstoß und wehte ihr den Faltenrock über den Kopf.“ Gerhard Mäter weiß noch ganz genau, wann ihm seine Christine das erste Mal ins Auge fiel: im Frühjahr 1963, als er mit seinem BMW Coupé durchs mittelfränkische Ansbach fuhr. „Ich bin einmal um den Block und dann noch einmal durch die gleiche Straße gefahren“, berichtet Gerhard Mäter, „aber da war sie schon weg.“

In den kommenden Wochen sollte Gerhard Mäter aber dann mehr Erfolg bei der Suche nach seiner Christine haben. Christine Meier wurde in Wolfen bei Bitterfeld geboren, flüchtete als Vierjährige mit Mutter und Großeltern aus der DDR nach Helmstedt und lebte seit 1957 ins Ansbach. Der gebürtige Ostpreuße Gerhard Mäter, den es am Kriegsende nach Guderhandviertel im Alten Land verschlagen hatte, war bei einer Ansbacher Firma als Raumausstattermeister tätig.

Nach der schicksalhaften Begegnung am Straßenrand ging es ziemlich schnell: Am 11. Oktober 1963 wurde in Ansbach Hochzeit gefeiert, und über Wrestedt in der Lüneburger Heide (1966) zogen Christine und Gerhard Mäter 1967 mit ihren drei Söhnen Harald, Stefan und Jürgen nach Hohenwestedt, wo Tochter Birgit 1972 die Familie vervollständigte.

Christine Mäter arbeitete 25 Jahre im Büro der Firma Kowalewski (Milchkühlanlagen) und anschließend in der Rechtanwaltskanzlei Einfeldt, ihr Ehemann war zunächst ebenfalls 25 Jahre als Polstermeister bei der Firma Ortlepp beschäftigt und dann bis zu seiner Pensionierung Vorarbeiter im Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn in Neumünster.

Gemeinsames Hobby der Eheleute war das Tanzen im TSC Blau-Weiß Hohenwestedt, wo Christine Mäter 15 Jahre lang die Kasse führte. Gerhard Mäter bewirtschaftete außerdem 30 Jahre lang einen Schrebergarten in Stavenbrook und gehört seit 1996 dem VHS-Videoclub Aukrug an. Mit seinem Camcorder filmt Gerhard Mäter zum Beispiel die Einsätze von Enkel Lukas (sechs Jahre) im F-Jugend-Trikot des MTSV Hohenwestedt. Auf Lukas und ihre anderen sieben Enkelkinder freuen sich Christine und Gerhard Mäter natürlich ganz besonders bei ihrem goldenen Hochzeitsjubiläum, das aber nicht heute, sondern erst in einer Woche gefeiert wird.

 

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erstellt am 11.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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