Wahlraum „gute Stube“ : Schichtwechsel mit Kaffee und Torten

Gemütliche Wahl-Runde  im Wohnzimmer des Hörstener Bürgermeisters: Wahlvorsitzender Klaus Groenewold, Harald Schmalfeld, Frank Martens und Silke Groenewold als Mitglieder des Wahlvorstandes – Nadine Groenewold und Heinrich Sönnichsen (von links).
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Gemütliche Wahl-Runde im Wohnzimmer des Hörstener Bürgermeisters: Wahlvorsitzender Klaus Groenewold, Harald Schmalfeld, Frank Martens und Silke Groenewold als Mitglieder des Wahlvorstandes – Nadine Groenewold und Heinrich Sönnichsen (von links).

Wahlraum ist in Hörsten die gute Stube von Bürgermeister Klaus Groenwold und seiner Familie. Genau 46 Einwohner waren in der kleinen Gemeinde am Nord-Ostsee-Kanal zur Bundestagswahl aufgerufen. Höhepunkt für den Wahlvorstand: Die Kaffetafel um 15 Uhr.

shz.de von
23. September 2013, 00:00 Uhr

Genau 46 Einwohner waren in der kleinen Gemeinde Hörsten am Nord-Ostsee-Kanal zur Bundestagswahl aufgerufen. „Wir haben schon eine Beteiligung von über 70 Prozent“, sagt Harald Schmalfeld vom Wahlvorstand. Fünf Bürger hatten ihre zwei Kreuze schon per Briefwahl erledigt; insgesamt konnten bis kurz nach 14 Uhr 33 Namen aus dem Wählerverzeichnis abgestrichen werden.

Wahlraum ist in Hörsten die gute Stube von Bürgermeister Klaus Groenwold und seiner Familie. Der Wahlvorstand, der in drei Schichten angetreten ist, hat sich bequem in den Polstermöbeln platziert, auf dem Tisch stehen Kaffee und Erfrischungsgetränke. Es herrscht gemütlicher Klönschnack, an dem Heinrich Sönnichsen und Nadine, die Tochter der Groenewolds, teilnehmen.

Höhepunkt ist der Schichtwechsel um 15 Uhr. Dann trifft sich der gesamte Wahlvorstand an der Kaffeetafel. „Das war schon bei Bürgermeister Lorenz Lorenzen so“, berichte das amtierende Gemeindeoberhaupt. Für diese Traditionspflege hat Silke Groenewold eine Eistorte und eine Fanta-Torte sowie Mandelhörnchen selbst gemacht. Die festliche Unterbrechung kommt den Wahlhelfern sehr gelegen, den von 8 bis 18 Uhr – das sind zehn Stunden, die abgesessen werden müssen. „Auch wenn alle gewählt haben, dürfen wir nicht aufhören“, sagt Silke Groenewold, denn seine Briefwahl könnte jeder Wähler aus dem Wahlkreis 4 Rendsburg-Eckernförde auch hier in Hörsten abgeben.

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