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Christopherus-Rallye : Schaulaufen der Veteranen aus Blech

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

76 Oldtimer starteten in Hohenwestedt und fuhren 116 Kilometer durch Orte im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 14:17 Uhr

Im Minutentakt rollten gestern Vormittag zwei-, drei- und vierrädrige Raritäten von der Startrampe vor dem Rathaus des Amtes Mittelholstein. Der Startschuss zur Internationalen ADAC Christopherus-Oldtimerrallye des AC Hanerau-Hademarschen fiel zum ersten Mal in Hohenwestedt. Anlässlich der gemeindlichen 800-Jahr-Jubiläumsfeier fanden Auftakt, Mittagspause und Siegerehrung der AC-Rundfahrt in Hohenwestedt statt.

Der Minutentakt beim Rampenstart wurde allerdings nur so ungefähr eingehalten. AC-Moderator Jörg Hinz hatte nämlich wie gewohnt zu Autos, Motorrädern und Wohnorten der meisten Rallyeteilnehmer ganz viel zu erzählen – holte den damit einhergehenden Zeitverzug aber immer wieder ein, indem er sich in regelmäßigen Abständen ein Schweigegelübde auferlegte: „Ich kann euch leider nicht vorstellen. Ich hab mich versabbelt. Ihr müsst jetzt sofort los“, rief er einigen Fahrer zu.

Als Startnummern 1 und 2 gingen die Vorjahresgesamtsieger bei den Motorrädern und Autos auf die Strecke: Markus Wolter aus Sandesneben auf einer Suzuki (Baujahr 1978) und Hans-Jörn Stein und Hans-Jürgen Bauer aus Rümpel mit einem NSU (1972). Die nächsten zehn Startnummern waren für die ältesten Fahrzeuge reserviert. Das absolut älteste Gefährt steuerte Jürgen Wünsche aus Quickborn: einen Willys von 1925. Fünf weitere Fahrzeuge konnten ein Baujahr bis 1930 vorweisen: der Citroen AC 4 (1928) von Alexander Gröger aus Krempermoor, die Standard (1928) von Fabian Caspers aus Leezen, die Ardie (1929) von Friedrich und Elke Knudsen aus Henstedt-Ulzburg, der Ford A (1930) von Wilhelm Lütje aus Schenefeld und der Ford A Tudor Sedan (1930) von Eckhard Stave aus Bornhöved.

Die AC-Rallye-Stammgäste Else-Marie und Ulrik Ibsen aus dem dänischen Karslunde saßen zusammen auf einer Nimbus C Luxus von 1939 – und genauso alt wie das Motorrad des dänischen Ehepaars ist auch der Renault Novaquarte, in dem Bernd Küchenmeister und Regina Kremer aus Aukrug von der Startrampe rollten. Nur zwei Fahrzeuge hatten Probleme mit den Abmessungen der Startrampe. Wegen des geringen Abstand vom Chassis zum Erdboden mussten Jochen Pelke und Heike Kettner aus Rendsburg mit ihrem Austin Mini Cabrio nach einem vergeblichen Hinauffahrversuch rückwärts von der Rampe rollen und dann seitlich an der Bühne vorbeifahren. Gar nicht erst den Versuch, auf die Rampe zu fahren, machten Katrin und Rainer Turowski aus Büdelsdorf, die mit einem Straßenkreuzer mit Übergröße unterwegs waren: einem 5,70 Meter langen und knapp über zwei Meter breiten Cadillac Sedan mit Haifisch-Flossen („shark fins“). Der Cadillac, den seine Eigentümer „Betsy Rose“ getauft haben, ging als 76. und letztes Fahrzeug auf den vormittäglichen Rundkurs, der 66 Kilometer lang war und unter anderem durch Aukrug, Mörel und Tappendorf führte. Nach der Mittagspause im Autohaus Timm Häufle in Hohenwestedt nahmen die Veteranenfreunde dann noch eine zweite Schleife und weitere 50 Kilometer in Angriff und fuhren durch Grauel, Meezen, Aukrug, Gnutz, Heinkenborstel, Bargstedt, Luhnstedt, Oldenhütten, Nindorf und Tappendorf zurück zum Ford-Autohaus an der B 77, wo nach dem Kaffeetrinken die Siegerehrung stattfand.

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