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Schafe entwendet : Schafe in Hörsten und Stafstedt von der Weide gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit Jahren wird Schäfer Horst Werner Krabbenhöft bestohlen. Er vermutet Wiederholungstäter.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2015 | 06:00 Uhr

„Ich brauche hier keinen Wolf, ich habe genug mit Diebstahl zu tun“, sagt Schafzüchter Horst Werner Krabbenhöft mit Blick auf seine Schafherde resigniert. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag drangen Unbekannte in sein Weidegrundstück in der Nähe des Flugplatzes Schachtholm ein und entwendeten fünf von Krabbenhöfts Tieren. Kein Einzelfall, denn einmal pro Jahr wiederholt sich der Diebstahl. „Die nehmen immer die selbe Anzahl von Schafen mit, das sind sicher auch die selben Täter“, vermutet der Schäfer fort, dem die Tat sichtlich nahe geht.

Horst Werner Krabbenhöft lebt von der Schafzucht. „Ich habe das eigentlich schon immer gemacht, seit 1993 sogar hauptberuflich“, betont er. Seine Tiere lässt er bereits seit über 30 Jahren auf der hügeligen Wiese am Kanal grasen. Doch auch mit Diebstahl hatte der Schafzüchter schon immer zu kämpfen. Auf die jüngste Tat wurde er aufmerksam, als er einen Anruf vom Flugplatz Schachtholm erhielt. „Die haben gesagt, dass meine Schafe auf der Straße laufen würden. Da wusste ich gleich, was los war“, berichtet Krabbenhöft. Bevor er bei seiner Weide eintraf, hatten die aufmerksamen Beobachter vom Flugplatz die Schafe allerdings wieder auf das Grundstück getrieben. „Wenn es durch die Schafe einen Unfall gegeben hätte, würde jeder gleich danach fragen, wem die Tiere gehören. Als Schäfer ist man Freiwild.“

Doch was war genau passiert? „Die haben mein Gatter einfach aufgebrochen und sind wahrscheinlich mit einem Sprinter auf die Weide gefahren, um die Schafe einzuladen“, vermutet Krabbenhöft. Reifenspuren und abgebrochene Holzlatten des Gatters sprechen zudem dafür, dass sich die Täter im Schlamm kurzzeitig fest fuhren.

Für den Schäfer ist der durch den Diebstahl entstandene Schaden groß. Auf rund 220 Euro beziffert Krabbenhöft den Verkaufspreis eines Tieres. „Das ist meine Nachzucht. Bessere Qualität kann man nicht bekommen, denn die Tiere besitzen einen hervorragenden Schlachtkörper und wiegen etwa 70 Kilogramm“, erläutert der 66-Jährige, für den der jüngste Diebstahl ein nur zu gut bekanntes Schreckensszenario darstellt. „In einem Jahr haben sie acht oder neun Schafe direkt hier auf der Wiese abgeschlachtet. Einige Köpfe schwammen auch in der Jevenau. Zwei Tage später hat dann ein Hund bei drei Tieren das Euter aufgerissen“, erläutert Krabbenhöft weiter, für den Angriffe von Hunden ein ähnliches Problem darstellen wie Diebstähle.

Doch nicht nur bei Hans Werner Krabbenhöft wurden in den letzten Tagen Tiere entwendet. Wie die Polizei, die in beiden Taten ermittelt, vermerkt, stahlen Unbekannte im Zeitraum vom 14. bis 16. April vier Mutterschafe sowie sechs Lämmer im Stafstedter Tannenweg. Die Tiere waren wegen einer erfolgten Impfung mit blauer Farbe auf dem Rücken markiert. Der Gesamtschaden soll sich auf rund 1350 Euro belaufen. Aufgrund der kurzen räumlichen Distanz zwischen den beiden Tatorten sowie der Übereinstimmung des Tatzeitraumes geht die Polizei von einem Tatzusammenhang aus. Hinweise nimmt die Polizei in Jevenstedt unter 0  43  37  /  4  10 entgegen.

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