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Schäden an Emkendorfer Kreisstraße größer als gedacht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Überraschung für die Bauarbeiter auf der Kreisstraße 41 in Emkendorf: Nachdem sie die oberste Asphaltschicht abgefräst hatten, offenbarten sich im ersten, 3,3 Kilometer langen Bauabschnitt 26 Schadstellen. Damit hatten sie nicht gerechnet. Dennoch verzögern sich die Arbeiten laut Baustellenleiter Burkhard Miksch vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr nicht – wenn das Wetter mitspielt.

Bis kommenden Mittwoch, 19. August, bleibt die Strecke zwischen der Blauen Pforte bis zum Gemeindebüro noch gesperrt. Anschließend folgt der zweite Bauabschnitt vom 20. bis 29. August ab Gemeindebüro bis nach Alt Mühlendorf mit einer Vollsperrung.

Rund fünf Zentimeter wurden im ersten Abschnitt von der Deckschicht abgetragen. An den Schadstellen sind es mehr. Die Einmündung von der Landesstraße 255 in K41 etwa wird 20 Zentimeter tief ausgehoben. An dieser Stelle erfolgt ein kompletter Neuaufbau der Straße, weil auch die untere Schicht kaputt ist, so Miksch. Ansonsten wird die Tragschicht verstärkt und eine neue Asphaltdecke aufgebracht. Eine vollständige Sanierung bis in die untersten Schichten wäre zu teuer, so Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs. Die Erneuerungen seien immer ein Kompromiss der Wirtschaftlichkeit. „Die Verschleißdecke wird nach zehn bis 20 Jahren wieder kaputt sein, doch von der stärkeren Tragschicht werden wir länger profitieren“, sagte Paraknewitz gestern beim Ortstermin mit dem Kreis-Bauausschussvorsitzenden, Reimer Tank (CDU), und dessen Stellvertreter, Gerrit van den Toren (SPD). Die Arbeiten sind Teil des Deckensanierungsprogramms für Kreisstraßen. Das ist mit einem geplanten Volumen von 40 Millionen Euro auf zehn Jahre angelegt. Neben der K41 mit Baukosten von 950  000 Euro werden in diesem Jahr auch die K3 (Melsdorf bis Kreisgrenze, 355  000 Euro), die K8 (Negenharrie bis Kreisgrenze, 165  000), die K44 (Nato-Flugplatz Hohn bis B77, 850  000) und die K46 (Timmaspe bis Gnutz, 400  000) erneuert. Die Ausschreibungen für die K30 (Schülldorf bis Haßmoor, 820  000) und die K85 (Beringstedt bis Kreisgrenze, 190  000) erfolgen noch, Baubeginn ist im Frühjahr 2016. „Die Maßnahmen laufen gut“, sagte Reimer Tank. Er hofft, dass auch 2016 vier Millionen Euro für Deckenerneuerungen im Haushalt berücksichtigt werden. Damit gehe der Kreis zwar den richtigen Weg, so Paraknewitz. In das Straßennetz müsse aber immer wieder investiert werden. „Dafür sind die vier Millionen Euro ein bisschen zu wenig“, sagte er.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 17:27 Uhr

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