Eiderbrücke : Sanierung erst 2018

Freie Fahrt in diesem Sommer: Die rund 70 Meter lange und 11,50 Meter breite Eider-Querung in Pahlen muss zwar erneuert werden, aber nicht mehr in diesem Jahr.
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Freie Fahrt in diesem Sommer: Die rund 70 Meter lange und 11,50 Meter breite Eider-Querung in Pahlen muss zwar erneuert werden, aber nicht mehr in diesem Jahr.

Die Erneuerung des Bauwerks in Pahlen wird erneut verschoben. Autofahrer und Schiffsführer entgehen langen Sperrzeiten.

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23. Juni 2017, 12:30 Uhr

Autofahrer können aufatmen, zumindest für ein Jahr: Die Sanierung der Eiderbrücke in Pahlen ist verschoben worden. Die Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr hatte ursprünglich geplant, das Bauwerk in diesen Sommer- und Herbstferien zu erneuern. Damit wäre die wichtige Straßenverbindung zwischen Erfde, Pahlen und Heide für acht Wochen gesperrt gewesen. Von diesem Vorhaben trat die Behörde nun zurück. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Landesbetrieb will die Arbeiten im Sommer kommenden Jahres vornehmen – zumindest nach dem derzeitigen Stand der Planungen.

Bereits 2016 hatten die Straßenbauer angekündigt, die 56 Jahre alte Klappbrücke über der Eider zu sanieren. Doch genauso wie heute entschieden sie sich, das Objekt erst ein Jahr später in Angriff zu nehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie der Itzehoer Niederlassungsleiter des Landesbetriebs, Kai-Uwe Schacht, auf Nachfrage der Landeszeitung erläuterte. Aus den Routine-Prüfungen, die je nach Umfang jährlich sowie im drei- und sechsjährigen Turnus vorgenommen werden, ergibt sich ihm zufolge nach und nach ein Instandsetzungsprogramm. Das müsse aber erst einen gewissen Umfang erreichen, damit die langen Sperrzeiten gerechtfertigt sind. Denn ohne Vollsperrung seien die Arbeiten nicht möglich. Dadurch wird jedoch die Landesstraße 172 als wichtige Achse zwischen Erfde und Heide unterbrochen – die Autofahrer müssen lange Umleitungsstrecken in Kauf nehmen. Viele müssen dann über Lexfähre ausweichen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Aus diesem Grund kommen nur die Ferien als Bauzeitraum infrage. „Wir wollen den Verkehr so gering wie möglich beeinträchtigen. Das schließt auch die Schulbusse ein“, sagte Kai-Uwe Schacht. Er müsse aber noch auf einige weitere Bedingungen Rücksicht nehmen. Dazu gehören auch andere Baustellen, damit die Autofahrer nicht von einer Umleitung in die nächste geraten. „In diesem Jahr haben wir zum Beispiel umfangreiche Arbeiten auf der Bundesstraße 203 im Raum Tellingstedt“, erklärte Schacht. „Die Verkehrsführung abzustimmen, ist wie ein Puzzle-Spiel mit anderen Baustellen.“

Es gibt noch einen weiteren Grund, die Sanierung der Pahlener Eider-Querung zu verschieben: Die Zeit für die Ausschreibung reicht nicht mehr. Denn an den Arbeiten müssen mehrere unterschiedliche Gewerke beteiligt sein. Alle unter einen Hut zu bekommen, ist bis zu den Sommerferien laut dem Niederlassungsleiter nicht mehr möglich. Denn es steht nicht nur die Erneuerung des Asphalts in mehreren Schichten und der Fahrbahnübergänge an. „Da es sich um eine bewegliche Brücke handelt, sollen auch gleich die Hydraulikleitungen und die Elektrik angepackt werden“, so Schacht. Vielleicht seien auch Betonarbeiten unter dem Bauwerk notwendig.

Die Brücke aus dem Jahr 1961 wird aufgeklappt, um Schiffe hindurchfahren zu lassen. Auf ihren rund 70 Metern Länge ist sie dazu in drei Felder aufgeteilt. Das mittlere Element besteht aus aus einer rund 20 Meter langen Brückenklappe aus Stahl. Die anderen beiden Felder führen jeweils von den Ufern darauf zu und bestehen aus Beton. Die Brücke ist mit Wärtern besetzt, die per Funk und Telefon Durchfahrtswünsche der Schiffsführer entgegennehmen. Das kommt fünf- bis sechsmal am Tag vor. Boote, die flacher als 3,50 Meter sind, können aber ohne Klappvorgang passieren.

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