„Schiet sammeln“ : Säckeweise Kaffeebecher nach dem Frühjahrsputz

Nach der Arbeit: Martha, Lina, Kathrin, Tom und Piet (von links) auf dem Wagen von Gerd Zeiske und Hans Kühl vom Umwelt- und Technikhof (UTH).
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Nach der Arbeit: Martha, Lina, Kathrin, Tom und Piet (von links) auf dem Wagen von Gerd Zeiske und Hans Kühl vom Umwelt- und Technikhof (UTH).

Freiwillige befreiten in Rendsburger Stadtteilen die Natur von Müll .

shz.de von
27. März 2017, 12:20 Uhr

In der Stadt Rendsburg beteiligten sich 60    Erwachsene und Kinder an der landesweiten Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“. Handschuhe und Müllsäcke wurden vom Umwelt- und Technikhof (UTH) an neun Treffpunkten im Stadtgebiet verteilt. Im Stadtpark sammelte eine Gruppe von Eltern und Kindern den Unrat auf, der zwischen den blühenden Krokussen lag.

„Den Weg durch den Park nehmen unsere Kinder auf dem Weg zur Kita, deshalb haben wir uns entschieden, hier den Müll aufzusammeln“, erklärte Gerrit van den Toren. Zudem sei der Stadtpark ein geschützter Raum ohne Autoverkehr. Die Kinder sollten einmal sehen, was die Menschen alles so wegwerfen, nannte van den Toren als Grund für die Teilnahme an der Sammelaktion. Und die Eltern könnten Ordnung und Sauberkeit vorleben.

„Die Kinder sehen, dass man sich selbst um die Umwelt kümmern kann und nicht alles den „Fachkräften“ überlassen sollte“, sagte van den Toren, der sich auch in dem Netzwerk „Gärten der Vielfalt“ engagiert. Seiner Meinung nach hat das „Schietsammeln“ auf den Dörfern einen weitaus höheren Stellenwert als in der Stadt. „Ich bin in Jevenstedt aufgewachsen, da gab es immer eine breite Beteiligung am Müllsammeln.“

Hans Ehlers und Wilfried Genthe gehörten zu den fünf Helfern, die in der Schleife Müll sammelten. Sie fanden unter anderem einen alten Sessel und einen Staubsauger. „Insgesamt ist es etwas besser geworden“, sagte Ehlers, der seit acht Jahren am Müllsammeln teilnimmt. Allerdings habe die Zahl der Coffe-to-go-Becher mächtig zugenommen. „Besser wäre es, wenn jeder seinen eigenen Becher nehmen würde.“ Die weggeworfenen Kaffeebecher nervten auch Hans Peter Robin. „Säckeweise“ habe er diese an der Schleswiger Chaussee aufgesammelt, berichtete der frühere Stadtvertreter.

Im Anschluss an das „Schietsammeln“ bedankte sich die 1. Stadträtin Annegret Bruhns bei einem Imbiss im Neuen Rathaus bei den großen und kleinen Helfern für ihren Einsatz. Die Kosten für die Müllbeseitigung seinen für die Stadt enorm, stellte sie fest. „Ihr habt durch euer Engagement dazu beigetragen, diese Kosten ein wenig zu senken.“

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