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Auf die Plätze... : Rückenwind für Radsport in Nortorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Achte Auflage des Giros gesichert: Radsportgemeinschaft hat Hauptsponsor gefunden. 900 Sportler gehen im März an den Start.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 17:32 Uhr

Das Lächeln steht ihm ins Gesicht geschrieben: Für die achte Auflage des Giros Nortorf hat Bernd Schmidt, Organisator und Vereinschef der Radsportgemeinschaft Mittelpunkt Nortorf (RSG) einen Hauptsponsor gefunden – die Denker & Wulf AG aus Sehestedt. „Das Event hätte sonst auf der Kippe gestanden“, sagt der Nortorfer, „das wäre sehr schade gewesen.“ Die Vereinsmitglieder wurden bereits informiert. „Die haben die frohe Nachricht alle ganz positiv und freudestrahlend entgegengenommen.“

Mehr als 1000 Fahrer nehmen jährlich am Giro Nortorf teil. Das von der RSG organisierte Radrennen zieht Sportler aus ganz Deutschland, Dänemark, Norwegen oder Holland an. Seit sieben Jahren findet die Doppelveranstaltung gemeinsam mit den Kollegen von „Rund um Ascheffel“ statt. Doch die achte Auflage stand kurz vorm Aus (wir berichteten). Grund: Es fehlte es erstmals an genügend Sponsoren. Die umfangreichen Absperrmaßnahmen wurden in den vergangenen Jahren noch von den rund 100 ehrenamtlichen Helfern entlang der Strecke aufgestellt. „Aber das schaffen wir nicht mehr“, betont Schmidt. Doch die Kosten für den Aufbau lassen sich aus der Vereinskasse nicht finanzieren. „Deshalb habe ich mich umgehört“, sagt der Radsportler. Ein befreundeter Radkollege befindet sich auch im Vorstand der Denker & Wulf AG. „Dem habe ich gesagt, dass der Giro in Gefahr ist“, so Schmidt weiter, „da dauerte es dann auch nicht lange, bis ich die Zusage erhielt.“

5000 Euro schießt das Windkraftanlagen-Unternehmen für das große Sportevent dazu. „Das ist eigentlich eher eine Ausnahme“, erzählt Torsten Levsen, Vorstandsvorsitzender der Denker &Wulf AG. Im Sport sei man eher weniger unterwegs, aber das Radrennen sei nun mal im ganzen Land bekannt. „Es wäre einfach sehr schade gewesen, wenn der Giro nicht hätte stattfinden können“, so Levsen weiter, „wir sind in Schleswig-Holstein und vor allem im Kreis Rendsburg-Eckernförde sehr heimisch, fühlen uns hier wohl. Da sind wir auch ein Stück weit verpflichtet, zu helfen. Und das machen wir gerne.“

Rund 18  000 Euro kostet das Rennen. Der größte Teil von 9000 Euro geht dabei für die Absperrmaßnahmen drauf. Hinzu kommen 3000 Euro Preisgeld sowie 2000 Euro für Schiedsrichter. „Da es sich um ein sehr hochklassiges Rennen handelt, brauchen wir dementsprechend auch qualifizierte Schiedsrichter“, betont RSG-Chef Bernd Schmidt. Hinzu kommen Kosten für Verpflegung, Werbung, Moderation, Zielrichterwagen und vieles mehr. Neben der Denker & Wulf AG unterstützen auch weitere Sponsoren, wie die VR-Bank, die Nortorfer Stadtwerke, Peugeot und B.O.C den Giro. „Ohne diese ganze Unterstützung wäre es für uns natürlich nicht möglich ein solch großes Sportevent auf die Beine zu stellen“, weiß Schmidt.

Das Rennen ist schon seit langem über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt und beliebt. Allein rund 400 Radsportler reisen aus Dänemark an. Weitere folgen aus Holland, Norwegen, Schweden und weiteren Ländern. „Es ist mit das erste Rennen der Saison, sehr professionell und in der Kombination mit Ascheffel für viele Sportler höchst interessant“, erklärt Bernd Schmidt.

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