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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 07:47 Uhr

Rückendeckung für Klömmer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Früherer SPD-Landtagsabgeordneter Astrup nimmt CDU-Bürgermeister in Schutz / Durch Wahlaffäre „kein Schaden für Erfde entstanden“

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 18:43 Uhr

Der wegen der CDU-Wahlaffäre in die Kritik geratene Erfder Bürgermeister Thomas Klömmer (33) erhält Rückendeckung aus den Reihen der Sozialdemokraten. Der frühere SPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Erfder Gemeindevertreter Holger Astrup erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass er ihn weiterhin unterstützen werde: „Als Bürgermeister leistet Klömmer gute Arbeit.“

Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hatte die Bürgerin Maria Freundt den Bürgermeister zum Rücktritt aufgefordert und dies mit Klömmers Verhalten im Kampf um die CDU-Landtagskandidatur im Wahlkreis 6 (Dithmarschen-Schleswig) begründet. Klömmer hatte Bekannte über den Nachrichtendienst Whatsapp um Unterstützung auf der Wahlversammlung gebeten. Für Wirbel sorgte die Formulierung, dass seine Bekannten dafür „vorübergehend in die CDU eintreten müssten“. Aus Sicht von Maria Freundt hat Klömmer mit seinem Vorgehen dem Ansehen der Gemeinde Erfde empfindlich geschadet.

Das sieht Holger Astrup anders. Der ehemalige Parlamentarier, dessen Rat unter den Genossen auch sieben Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag gefragt ist, kann nicht erkennen, dass Erfde ein Schaden entstanden ist. Die Vorgänge um die CDU-Landtagskandidatur hätten mit der Gemeinde absolut nichts zu tun. Klömmers Whatsapp-Nachricht sei zwar eine Dummheit gewesen, aber kein Skandal. „Mich wundert, dass der CDU-Landesverband daraus eine so große Geschichte gemacht hat. Denn immerhin hat Klömmer nur das getan, was andere schon vor ihm getan haben, zumal er nicht gegen Statuten der CDU verstoßen hat.“ Klömmer war zwei Wochen nach seiner Nominierung wegen scharfer Kritik an seinem parteiinternen Wahlkampf von der Landtagskandidatur zurückgetreten.

Nach Astrups Einschätzung hat Thomas Klömmer in Erfde seit seiner Wahl zum Bürgermeister viel bewegt. Er habe mit seinen vielfältigen Kontakten daran mitgewirkt, das Gebäude einer ehemaligen Möbelfabrik einer neuen Nutzung zuzuführen sowie die Betreuungszeiten des örtlichen Kindergartens dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Als Schulverbandsvorsteher habe Klömmer forciert, dass die Schule in Erfde eine Außenstelle der Kropper Geestlandschule wurde. „Damit ist gesichert, dass die Kinder in Erfde auf eine weiterführende Schule gehen können“, so Astrup.

Zudem höre er aus der zweiköpfigen Erfder SPD-Fraktion, dass der Informationsfluss zwischen dem Bürgermeister und der Kommunalpolitik weitaus besser funktioniere als in der „Vor-Klömmer-Zeit“. Thomas Klömmer war im Juni 2013 mit den Stimmen der CDU und der SPD ins Bürgermeisteramt gewählt worden. Er setzte sich im ersten Wahlgang gegen den Amtsinhaber Jürgen Swazinna durch, den die Erfder Wählergemeinschaft ins Rennen geschickt hatte.

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