Rendsburg : Ruderrennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal: USA gewinnen SH Netz Cup

Der Deutschland-Achter unterlag den USA nach einem spannenden Rennen.
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Der Deutschland-Achter unterlag den USA nach einem spannenden Rennen.

Der Deutschland-Achter landet auf dem zweiten Platz. Es war ein spannendes Rennen.

shz.de von
23. September 2018, 15:42 Uhr

Rendsburg | Der Deutschland-Achter hat eine Woche nach der WM nochmal alles gegeben – es beim SH Netz Cup aber nur auf den zweiten Platz geschafft. Die USA haben das Rennen für sich entschieden. Die Weltmeister aus Deutschland traten in Originalbesetzung an. Die Briten kamen nach einem spannenden Rennen auf den dritten und die Niederländer auf den vierten Platz.

Nach dem Start hatte sich das deutsche Team um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) zunächst ein packendes Duell mit den Briten geliefert. Beide Boote fuhren auf Kampflinie, kamen sich gefährlich nahe. „Wir sind auf dem Weg, und das tut denen weh“, feuerte Steuermann Martin Sauer seine Mitstreiter an.

Der Sieger-Achter kommt in diesem Jahr aus den USA.
Marcus Dewanger
Der Sieger-Achter kommt in diesem Jahr aus den USA.

Von dem Zweikampf an der Spitze profitierten am Ende die US-Amerikaner, die nach 6,5 Kilometern noch deutlich zurückgelegen hatten. „Da hat das Team zu viele Körner gelassen“, sagte Achter-Coach Uwe Bender im NDR Fernsehen. Auch Steuermann Sauer erkannte die Überlegenheit des WM-Vierten an: „Das war schon sehr stark von denen. Wir hätten nur mit unfairen Mittel noch etwas machen können.“ Der Deutschland-Achter kassierte die erste Final-Niederlage der Saison, während die USA nach 2006 den zweiten Sieg auf dem Nord-Ostsee-Kanal feierten. Das deutsche Team besteht aus Johannes Weissenfeld, Felix Wimberger, Maximilian Planer, Torben Johannesen, Jakob Schneider, Malte Jakschik, Richard Schmidt, Hannes Ocik und Martin Sauer.

Beim SH Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal müssen die Ruderer mehr als das Sechsfache einer normalen Regatta zurücklegen. 12,7 Kilometer liegen zwischen dem Start an der Breiholzer Fähre und dem Ziel im Rendsburger Kreishafen. Für 2000 Meter benötigen die Boote etwas mehr als fünf Minuten, auf dem Kanal kann die Renndauer bei ungünstigen Windbedingungen schon mal 40 Minuten betragen. „Das ist die Hölle mal sieben“, beschrieb einst Ruderer Felix Drahotta die Torturen.

Trotz der Strapazen müsse man keinen überreden, beim SH Netz Cup aufs Wasser zu gehen, betont Wolfgang Berndt, der sportliche Leiter, gerne. „Im Gegenteil, die Jungs sind teilweise enttäuscht, wenn sie nicht dabei sein können, weil sie hier wie Stars behandelt werden.“ Die Sportler erfahren in Rendsburg eine Wertschätzung wie bei keinem anderen Wettkampf, genießen den Trubel und die einzigartige Atmosphäre mit mehreren Zehntausend Fans entlang des Kanals.

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