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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 20:59 Uhr

Fussball : RTSV fordert den Spitzenreiter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost empfängt der Rendsburger TSV am 7. Spieltag den Spitzenreiter FC Kilia Kiel. Der Osterrönfelder TSV muss zum MTV Dänischenhagen, der TuS Rotenhof ist bei Inter Türkspor Kiel zu Gast.

Es ist schon ein wenig paradox: Mit der drittbesten Offensive (16 Tore) steht der TuS Rotenhof vor dem 7. Spieltag in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost auf einem Abstiegsplatz – weil die Defensive (24 Gegentore) bislang ihre Verbandsliga-Tauglichkeit nicht unter Beweis stellen konnte. Beim Tabellenzweiten Inter Türkspor Kiel muss der Aufsteiger heute (16.30 Uhr) seine Abwehrprobleme in den Griff bekommen, soll etwas Zählbares aus Kiel mitgenommen werden. Auf Punkte hofft auch der Osterrönfelder TSV beim MTV Dänischenhagen (heute, 15.30 Uhr). Die hat man beim Rendsburger TSV nicht zwingend auf dem Zettel, schließlich gastiert mit dem FC Kilia Kiel heute (16 Uhr) der Tabellenführer auf dem Nobiskrug.

MTV Dänischenhagen – Osterrönfelder TSV (Sbd., 15.30)

Mund abputzen und aus den Fehlern lernen – das ist das Motto des Osterrönfelder TSV nach der 1:4-Derbyniederlage vom vergangenen Wochenende gegen den Rendsburger TSV. „Da haben wir so einige Böcke geschossen. Und das wird gegen ein Team wie den RTSV natürlich gnadenlos bestraft“, sagt OTSV-Coach Olaf Lehmann, der seine Spieler heute in Dänischenhagen zu mehr Konzentration vorne wie hinten auffordert. „Dänischenhagen hat zwar nicht ganz die Klasse des RTSV, doch allzu sorglos sollten wir auch gegen die nicht zu Werke gehen.“ Zwar konnten die Gastgeber bislang noch nicht überzeugen, dennoch warnt der 47-Jährige vor dem MTV. „Die stehen nach dem schwachen Saisonstart unter Druck und werden ordentlich Feuer machen. Das wird alles andere als einfach.“ Deshalb wäre Lehmann auch schon mit einem Unentschieden zufrieden. „Man kann nicht dahin fahren und sagen, wir gewinnen. In dieser komfortablen Lage sind wir nicht.“ Auf Hannes Persecke muss Lehmann nach dessen Bänderdehnung aus dem RTSV-Spiel verzichten, dafür rückt Philipp Hardt wieder in den Kader. Neuzugang Maximilian Rompca (TSV Wankendorf) soll erst einmal in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln.

Rendsburger TSV – FC Kilia Kiel (Sbd., 16 Uhr)

„Kilia ist der Favorit. Wir sind der Außenseiter. Mal sehen, was wir daraus machen können“, fühlt sich RTSV-Trainer Stephan Waskönig (Foto) mit seiner Mannschaft in dieser Rolle durchaus wohl. Im Quervergleich dürfte die Bürde des Favoriten allerdings eher beim RTSV liegen. Schließlich hat der Osterrönfelder TSV dem FC Kilia Kiel vor drei Wochen mit 3:2 die erste und einzige Niederlage zugefügt. Jener OTSV, den die Rendsburger am vergangenen Wochenende gleich mit 4:1 bezwungen haben. „Von solchen Vergleichen halte ich nichts“, sagt Waskönig. Dem Kieler Traditionsverein bringt er gehörigen Respekt entgegen: „Die haben ihren ohnehin schon guten Spielerstamm noch durch gute Spieler verstärkt.“ So spielt bei Kilia jetzt mit Abwehrspieler Yannik Jakubowski (ehemals VfR Neumünster) ein Mann mit Regionalliga-Erfahrung. Von der Qualität seines Kaders ist auch Waskönig nach wie vor überzeugt. Aber in Sachen mannschaftlicher Geschlossenheit sieht er den Gegner im Vorteil: „Da haben wir noch Nachholbedarf.“ Personell ist es beim RTSV nicht zum Besten bestellt. Abwehrchef Dennis Weber hat noch Urlaub, Dennis Schnepel ist aufgrund seiner Roten Karte gesperrt. Wieder im Kader ist jedoch Mittelfeldspieler Bojan Grbavac nach Ablauf seiner Sperre.

Inter Türkspor Kiel – TuS Rotenhof (Sbd., 16.30 Uhr)
Der Aufsteiger geht beim Tabellenzweiten Inter Türkspor Kiel als Außenseiter in die Partie. Eine Rolle, die die Mannschaft von Thomas Gosch durchaus gerne annimmt. „In solchen Spielen haben wir doch überhaupt nichts zu verlieren.“ Seit dem 3. Spieltag (5:5 in Dänischenhagen) sehnt man im Rotenhöfer Lager mittlerweile ein weiteres Erfolgserlebnis herbei. „An der Stimmung und der Trainingsbeteiligung soll es nicht liegen, denn beides ist nach wie vor prächtig“, so Gosch, der bei Inter, wenig überraschend, den Fokus noch mehr auf eine stabile Defensive richten wird. Zudem weiß er schon genau, wie man den Kielern beikommen kann: „Das sind alles technisch überaus versierte Typen, die wir im Kollektiv bekämpfen, und denen wir mit einer robusten, aber fairen Gangart den Spaß am Fußball nehmen müssen.“ Der TuS-Coach, der seine Bestbesetzung aufbieten kann, hofft zudem darauf, dass man bei den Entscheidungen der Unparteiischen nicht benachteiligt wird. Gosch: „Da sind wir in den bisherigen Partien bei strittigen und vielleicht spielentscheidenden Szenen oft nicht gut weggekommen.“
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