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Kitesurfen : Rodwald verteidigt auch EM-Titel: „Einfach ein geiles Gefühl“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach der achten Deutschen Meisterschaft holt sich der Rendsburger zum zweiten Mal in Folge die europäische Krone im Freestyle-Kitesurfen.

von
erstellt am 16.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Zeit, um die Beine etwas hochzulegen hat Mario Rodwald nicht. Erst am Montag kehrte er aus Barcelona zurück und schon am Freitag geht es wieder in den Flieger – dann nach China. Nach der Verteidigung des nationalen Titels vor wenigen Wochen, konnte er in Barcelona unlängst auch den Gewinn der Europameisterschaft wiederholen. In China stehen für den 22-Jährigen nun zwei Worldcup-Wettkämpfe an.

Am Strand von Castelldefels reichte dem Rendsburger ein dritter Platz, um sich in Spaniens Metropole erneut die Krone des europäischen Champions aufzusetzen. „Es war ein langer Weg, aber dass ich es wieder geschafft habe, ist einfach ein geiles Gefühl. Es war in den letzten Jahren mein größtes Ziel und beinahe wichtiger als mein Abitur“, erklärt Rodwald überschwänglich. Bei nicht einfachen Bedingungen und böigem Wind hatte der Rendsburger im Halbfinale gegen den späteren Tagessieger Stefan Spiessberger aus Österreich das Nachsehen. „Die ersten Heats liefen gut. Im Halbfinale konnten ich meine letzten drei Sprünge nicht stehen und Stefan war am Ende einfach einen Tick besser“, so Rodwald, der dem verpassten Finale auch deshalb nachtrauerte, weil er dort auf den Lokalmatadoren Alex Pastor getroffen wäre. „Alex ist derzeit der weltbeste Kitesurfer und ich wäre sehr gerne gegen ihn gefahren“, haderte er.

Aber das Duell mit dem Spanier ist nur aufgeschoben, denn im Weltcup könnten die beiden Freestyler noch in dieser Saison aufeinandertreffen. Spätestens aber im nächsten Jahr will Rodwald den Fokus voll und ganz auf die Welttour legen. „Wahrscheinlich werde ich mich in den nächsten Jahren auf den Worldcup konzentrieren. Jetzt ist die Zeit, in der es klappen kann, ganz nach oben zu kommen“, blickt er voraus. Dafür würde er auf die Europa-Tour verzichten und sich gezielter vorbereiten. „Ich werde so hart wie möglich trainieren“, verspricht Rodwald. Für die vier Stops der europäischen Tour musste er immer wieder sein Training unterbrechen. Daher reichte es bisher noch nicht für den Sprung in die absolute Weltelite. Der soll in den nächsten Jahren folgen: „Die nächste Saison sehe ich noch als Übergangsjahr, aber spätestens 2015 will ich ganz vorne dabei sein.“ Die Weichen dazu hat er bereits gestellt. Der Sponsorenpool ist ordentlich und besonders die Arbeit mit einem Mentaltrainer hat dem Rendsburger geholfen. „Das hat mir auf jeden Fall etwas gebracht“, unterstreicht er. Was also fehlt noch? „Meine Konstanz bei den Sprüngen aus meinem Repertoire ist schon ganz gut und auch im Kopf bin ich stark. An der Technik einiger Tricks muss ich noch feilen.“

Für das Training und die Vorbereitung auf 2014 jettet Rodwald wieder um die halbe Welt. Nach den Wettkämpfen in China, geht es nach Brasilien ins Training, unterbrochen vom letzten Wettkampf des Jahres in Argentinien. Am Zuckerhut beginnt Rodwald auch das neue Jahr. Danach geht es an die Strände von Kapstadt (Südafrika) und Südspanien. Lediglich die Zeit um Weihnachten verbringt er bei seiner Familie in Rendsburg. Dann hat der Globetrotter wieder etwas Zeit, um die Beine hochzulegen.

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