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"Rock am See 2": Kritik an Internet-Verleumdung

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shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schacht-Audorf | Wer sind die Bands, die am Wochenende bei "Rock am See 2" am Dörpsee in Schacht-Audorf spielen? Das "Projekt undogmatische Linke" kritisiert in einem offenen Brief den Auftritt von sogenannten Grauzonen-Bands (unsere Zeitung berichtete). Sie gäben sich unpolitisch, seien aber "sowohl strukturell als auch inhaltlich" mit der rechten Szene verwoben. Eingegangen wird auf die "Kneipenterroristen" und die "Störte Priester". Als Cover-Band der Rockband "Böhse Onkelz" sängen die "Kneipenterroristen" etwa das Lied "Deutschland", das nationalistisches Gedankengut enthalte.

Anruf beim Sänger der Hamburger Band, Jörn Rüter. Er sagt: "Dieses Lied der ,Böhsen Onkelz haben wir nie gesungen. Ich bin Mitglied der SPD, aber unsere Band muss sich trotzdem immer wieder mit dem Vorwurf auseinandersetzen, wir wären rechts." In Hamburg habe die Band den Dialog mit der Antifa gesucht. "Dort sind die Vorwürfe vom Tisch, aber im Internet werden wir leider weiter verleumdet." Einer der Angriffspunkte: Neonazi Hartwin Kalmus, Betreiber des Rechtsrock-Labels "Ragnarök Records", habe die "Kneipenterroristen" für ein Konzert gebucht. Jörn Rüter: "Dieses Konzert haben wir abgesagt, als wir erfuhren, wer der Veranstalter ist."

Bei den "Störte Priestern" fänden sich in Texten Anknüpfungspunkte an die rechte Szene, so die "undogmatischen Linken". Sänger Mike ist telefonisch nicht zu erreichen, doch er hat der linken Szene schriftlich auf die Vorwürfe geantwortet: "Wir haben uns bereits öffentlich von jeglichem rechtlichen Gedankengut distanziert. Dennoch enden die Vorwürfe nicht. Unsere Gitarristin ist Halbjüdin und ich selber bin auch nicht deutscher Herkunft."

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