zur Navigation springen

American Football : Ritterspiele gehen weiter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am 3. Mai starten die Rendsburg Knights in ihre zweite Saison. Nach dem Aufstieg wollen die American Footballer auch in der Verbandsliga für Furore sorgen.

Sie mussten den Stein zwar ein zweites Mal den Berg hinaufrollen, aber wie schon im Vorjahr haben es Georg Ahrens und seine Mitstreiter geschafft. Die Rendsburg Knights werden auch in der anstehenden Saison ihre Heimspiele auf dem A-Platz im Stadion Nobiskrug austragen. „Wir haben von der Stadt grünes Licht bekommen“, sagt der Vereinsvorsitzende erleichtert.

Schon im letzten Jahr hatten Ahrens und Co. den Bedenkenträgern den Wind aus den Segeln genommen. Die Befürchtung, der Rasen könnte nachhaltig beschädigt werden, hat sich nicht bestätigt. Ein erneuter Versuch, die American Footballer auf einen Nebenplatz zu verbannen, schlug nun abermals Fehl. Die Stadt genehmigte sogar die Anfrage, die Spiele der B-Jugend unmittelbar vor den Partien der Herrenmannschaft auszutragen. „Das hilft uns wirklich sehr, weil der Aufwand somit deutlich geringer ist“, erklärt Ahrens. Allein das Kreiden des Platzes (beim American Football ist eine andere Linierung als beim Fußball notwendig) bedeutet eine Menge Zeit und Arbeit.

Der Boom, den der US-Sport mit dem Leder-Ei in Rendsburg entfacht hat, hält weiter an und hat durch die Erfolge der Knights sogar neuen Aufwind erfahren. Bereits am 26. April stehen die B-Junioren, die so genannten „Rookie Knights“ in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein vor ihrer Premiere. Zu ihrem ersten Spiel in der Vereinsgeschichte geht es nach Lübeck zu den „Junior Seals“. „Der Zulauf ist weiter ungebrochen. Ich bin gespannt, wie sich die Jungs verkaufen“, so der Clubchef.

Auch im Kader der Herrenmannschaft war in der Pause Bewegung. Neben dem einen oder anderen Abgang konnte Head-Coach Sebastian Gotsch bis zu 20 neue Spieler begrüßen. „Ich denke nicht, dass der Kader wesentlich schlechter ist als im Vorjahr, aber aufgrund der neuen Liga wird diese Saison sicherlich schwieriger als die vergangene“, glaubt Ahrens. Auch die Namen der Gegner sind klangvoller. Die Reserve der Kiel Baltic Hurricanes zum Beispiel oder auch die Hamburg Blue Devils, die vor zwei Jahren noch in der German Football League, der ersten Liga spielten, bevor sie den kompletten Rückzug und einen Neuaufbau in einer unteren Spielklasse ankündigten, lassen aufhorchen. Diese Clubs versprechen in den Heimspielen große Kulissen und auf dem Platz schwere Aufgaben. Die Rendsburger Ritter werden in dem einen oder anderen Duell auf eine härtere Gangart des Gegners gefasst sein müssen. Eine zugegeben wundersame Umschreibung bei einem Kontaktsport wie American Football. Aber Ahrens konkretisiert: „Es gibt solchen und solchen Football. Wir spielen eher einen technischen Football, während andere Mannschaften deutlich körperbetonter zur Sache gehen.“ Um bestens vorbereitet zu sein für die kommenden Aufgaben, war das Team unlängst in einem Trainingscamp in Schönhagen an der Ostsee. Auf viele Leistungsträger der Meistermannschaft kann Gotsch weiterhin zählen. Allerdings könnte er selbst nicht mehr so häufig auf dem Platz stehen. Gotsch war als Running Back in der Offensive oftmals die erste Option für Quaterback Philipp Köpke. Parallel das Team während des Spiels zu coachen, war nicht immer leicht. Und die Anforderungen für ihn dürften in der Verbandsliga wachsen.

Im Umfeld der Knights versucht Georg Ahrens weiterhin alles, um den Sport samt Verein zu etablieren. „Die Sponsorensuche ist nicht einfacher geworden“, sagt er ohne zu klagen. Im Gegenteil – er verbreitet eine positive Stimmung: „Wir freuen uns auf die neue Saison.“ Und eine gute Nachricht für alle Fans und die, die es noch werden wollen, hat er auch noch parat: „Der Eintritt zu unseren Heimspielen ist weiterhin kostenlos.“ Die Ritterspiele können also weitergehen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Apr.2015 | 05:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen