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Basketball : Riesenschritt Richtung Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Relegationsrunde zur U16-Basketball-Bundesliga haben die Junior Twisters Rendsburg beim TSV Kronshagen mit 79:75 gewonnen. Dem Team von Trainer Antje Mevius gelang damit ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt.

Die Erleichterung bei Antje Mevius war unüberhörbar. „Yes, yes, yes“, brüllte die Trainerin nach dem Abpfiff des Landesderbys in der Relegationsrunde zur U16-Basketball-Bundesliga. In einem hoch dramatischen Spiel hatten die Junior Twisters Rendsburg den TSV Kronshagen mit 79:75 (14:28, 42:40, 65:57) gestern Mittag nieder gerungen und damit einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit nunmehr sechs Punkten festigten die Rendsburger ihren dritten Tabellenplatz und vergrößerten den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf vier Punkte. „Der Klassenerhalt sollte nun zu schaffen sein“, meinte die Twisters-Trainerin mit Blick auf das vermeintlich einfache Restprogramm, denn in den verbleibenden drei Spielen geht es ausnahmslos gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Zunächst müssen die Junior Twisters zum RSV Eintracht nach Berlin (26. April) bevor sie gegen die Hamburg Sharks (1. Mai) und gegen den TSV Kronshagen (3. Mai) Heimrecht haben.

Die gestrige Zitterpartie hätten sich die Rendsburger Nachwuchs-Basketballer ersparen können. Nach schwachem ersten Viertel (14:28) kamen sie im zweiten Viertel so richtig auf Touren und lagen zur Hälfte des Spiels mit 42:40 vorn. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt das Momentum auf unserer Seite. Leider kam dann die Pause dazwischen“, resümierte Mevius. Denn nach 23 Minuten rissen die Gastgeber mit 51:48 die Führung wieder an sich. Doch die Rendsburger konterten prompt und hatten sich mit dem Ende des dritten Viertels einen komfortablen Acht-Punkte-Vorsprung (65:57) erarbeitet. Was sich ihre Spieler zu Beginn des Schlussviertels allerdings leisteten, trieb Mevius die Zornesröte ins Gesicht. Wurf um Wurf verfehlte den Ring, viele Bälle gingen zudem schon im Spielaufbau verloren. Kronshagen schob sich Punkt um Punkt näher und kam zum 65:65-Ausgleich, ehe Henning Rixen mit zwei verwandelten Freiwürfen nach 4:52 Minuten endlich den Bann brach und die ersten Zähler für die Gäste zum 67:65 erzielte. Sicherheit brachte das aber nicht in das Spiel der Junior Twisters, die weiterhin eine schwache Wurfquote aufwiesen. „Das war der fehlenden Rotation in unserem Team geschuldet. Während Kronshagen immer wieder gewechselt hat, mussten bei uns die Leistungsträger durchspielen. Zum Glück haben wir uns in der Schlussphase wieder gefangen“, so Mevius.

Vor allem Topscorer Henning Rixen fand rechtzeitig seine Sicherheit zurück. Beim 70:73 aus Rendsburger Sicht 1:40 Minuten vor Spielende nahm Mevius eine Auszeit. Während Co-Trainer Tom Feders das Team auf die so genannte Crunch-Time vorbereitete, kümmerte sich Mevius abseits der Mannschaft ausschließlich um Rixen. „In diesem Augenblick war ich mehr als Psychologin denn als Trainerin gefragt“, berichtete sie später. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Rixen brachte die Gäste beim 76:75 wieder in Front und vergrößerte den Vorsprung 15 Sekunden vor dem Abpfiff mit zwei verwandelten Freiwürfen auf drei Punkte (78:75). Den Kronshagenern hätte jetzt nur noch ein „Dreier“ geholfen, doch Tom Stahmer verfehlte mit seinem Wurf jenseits der 6,75-Meter-Linie den Korb, auf der Gegenseite machte Jakob Menges mit einem verwandelten Freiwurf zum 79:75 endgültig den Deckel auf den Sieg. Mevius: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute unsere Defensive. Vor allem Robin Telemann hat eine Klasseleistung gezeigt und den gefährlichen Leon Bargfeld fast völlig aus dem Spiel genommen.

Junior Twisters: Rixen (39), Menges (16), Willer (12), Telemann, Breitkopf, Rabe (9/1x3), Rump (2), Schober (1), Heise, Mau, Boma Atta (n.e.).

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erstellt am 16.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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