Hörsten - Schachtholm : Riesengroßes Interesse an Flugzeugen

Immer ein Hingucker: Der Doppeldecker „Antonov 2“ zog die Besucher magisch an.
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Immer ein Hingucker: Der Doppeldecker „Antonov 2“ zog die Besucher magisch an.

Das Flugplatzfest in Schachtholm zog tausende Besucher an. Rundflüge und Tandem-Fallschirmsprünge standen in der Zuschauergunst ganz oben.

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26. Mai 2015, 08:00 Uhr

Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein – traumhafter konnten die Bedingungen für das 8. Flugplatzfest in Schachtholm zumindest am Sonntag wohl kaum sein. Viele tausend Schaulustige hatten sich am Pfingstwochenende aufgemacht, um der traditionellen Veranstaltung einen Besuch abzustatten.

Als Hauptattraktion stand auch in diesem Jahr wieder eine Transall des Lufttransportgeschwaders 63 aus Hohn zur Besichtigung bereit. Viele der Besucher machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich die Besonderheiten der sonst am Himmel brummenden Maschine erläutern zu lassen. Wer seinen ganzen Mut zusammennahm, konnte zudem auch selbst aktiv werden und bei einem der zahlreichen privaten Anbieter einen Rundflug antreten. Als Lohn für diese Courage ergab sich ein Blick aus luftiger Höhe. Zu bestaunen waren das Areal des Flugplatzes selbst, der Kanal sowie die vielen Felder und Wälder der Umgebung. Für seinen gut 20 Minuten langen Ausflug über der Landschaft Schleswig-Holsteins hatte sich Heinrich Plaggenborg eine „Antonov 2“ ausgesucht. Der Modellbauer aus dem Emsland, der dem Rendsburger Umland zu Pfingsten einen Besuch abstattete, hat „sein“ Flugzeug schon als Modell im Kleinstmaßstab zusammengebaut: „Ich freue mich, dass ich nun endlich einmal im Original mitfliegen darf“, beschrieb Plaggenborg seinen Kurztrip im größten einmotorigen Doppeldecker der Welt.

Neben vielen Gästen von außerhalb waren jedoch auch zahlreiche Besucher aus der näheren Umgebung mit dem Fahrrad zum Flugplatzfest gekommen. So auch Doris Koberg aus Hohenwestedt. Zusammen mit ihren Ehemann hat sie den Flugplatz schon häufig besucht: „Wir kommen oft am Sonntag hierher, wenn die vielen Piloten kommen, die ihre Flugmeilen ableisten müssen“. Speziell die Maschinen interessierten sie, erzählte der Flugzeug-Fan weiter: „Ich höre die Geräusche so gern und könnte eine ganze Stunde lang neben dem Hubschrauber stehen“.

Wer den heiteren Trubel etwas weniger laut genießen wollte, konnte sich die Künste der Fallschirmspringer anschauen. Wie aus dem Nichts glitten sie plötzlich vom Himmel herab und riefen große Begeisterung beim Publikum hervor. „Das bringt massig viel Spaß“, versuchten einige Springer, die Zuschauer zu einem Tandemsprung zu überreden.

Während viele Erwachsene gemütlich über den angrenzenden Flohmarkt flanierten, hatten sich die Organisatoren ebenfalls ein buntes Programm für die Kinder einfallen lassen. Bei Matilda (7) und Johanna Schaper (5) aus Schacht-Audorf stand die große Hüpfburg hoch im Kurs. Unterstützung beim Toben auf dem roten Luftkissen erhielten die beiden Schwestern von ihrem Freund Jannis, der mit seinen Eltern zu Pfingsten extra aus Berlin angereist war.

So groß wie der Spaß bei den Kindern war, so groß war auch die Freude bei Flugplatzbesitzer Jörg Köpping. „Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden“, zeigte sich der Organisator beeindruckt von der Resonanz des Publikums. Er schätze die Gesamtzahl auf mindestens 6000, wobei der Montag der schwächere Besuchstag gewesen sei. „Die Menschen sind sehr interessiert an der Technik, dem Ablauf eines Fluges, aber auch an den verschiedenen Flugzielen“, resümierte Köpping. Er selbst habe während des Festes auch einige Runden in seiner Maschine gedreht, nachdem er die Neugier der Besucher gestillt hatte. Den ängstlicheren Fluggästen machte Jörg Köpping Mut, doch einmal einen kurzen Trip zu wagen. „Für mich ist das mittlerweile fast wie Autofahren“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

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