Rettungsschwimmen : Rettungsschwimmer räumen ab

Mit Puppe und Rettungsboje unterwegs: Lukas Schnödewind macht im Wasser eine gute Figur.
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Mit Puppe und Rettungsboje unterwegs: Lukas Schnödewind macht im Wasser eine gute Figur.

Die Rendsburger steigern bei den Landesmeisterschaften in Ratzeburg ihre Vorjahresbilanz und kehren mit insgesamt 15 Medaillen zurück.

shz.de von
05. Juni 2014, 05:58 Uhr

Nach neun Mal Edelmetall im vergangenen Jahr bewiesen die Rendsburger Rettungsschwimmer bei den diesjährigen Landesmeisterschaften mit insgesamt 15 Medaillen einmal mehr ihre Stärke in Schleswig-Holstein. Neben dem sportlichen Erfolg stellte Cheftrainer Timo Norden den herausragenden Team-Zusammenhalt heraus: „Super Team, super Rennen, super Performance. Es war beeindruckend, die Rendsburger beim Wettkampf zu beobachten: Das gesamte Team stand am Beckenrand und feuerte die Mannschaftskollegen im Wasser lautstark an. Einfach Gänsehautfeeling.“

Mit den besten Aussichten auf eine Goldmedaille reiste Rendsburgs „Mannschaft des Jahres“ um Tom Matzen, Lukas Schnödewind, Bo Jesper Gerth und Nils Ole Petersen nach Ratzeburg. Das Ziel, den Landesmeistertitel in der Altersklasse 17/18 zu verteidigen, geriet jedoch nach der HLW-Prüfung (Herz-Lungen-Wiederbelebung) ins Wanken. Mit „nur“ 600 von 800 möglichen Punkten aus der HLW-Prüfung schlossen sie den ersten Wettkampfabschnitt ab und lagen vor den Schwimmdisziplinen mit 200 Punkten gegenüber dem Konkurrenten DLRG Mölln im Hintertreffen. Gleiches galt für den Mitfavoriten aus Norderstedt. Doch geschlagen gaben sie sich nicht, im Gegenteil. Jetzt liefen die vier Rendsburger Rettungsschwimmer erst richtig heiß: „Dass wir mit 200 Punkten Rückstand ins Rennen gehen mussten, hat uns angespornt“, erklärte Tom Matzen die schwierige Ausgangssituation. Wie erwartet dominierten die Rendsburger das gesamte Teilnehmerfeld in den Schwimmdisziplinen und übertrafen sich selbst mit persönlichen Bestzeiten. Überdies knackten sie in der 4x50 Meter Hindernisstaffel die „Zwei-Minuten-Marke“ und deklassierten die Konkurrenz mit einer Zeit von 1:57,40 Minuten. Somit war auch die letzte Hürde genommen und die Jungs vom Kanal setzten sich mit 23 Punkten Vorsprung auf Mölln erneut die Krone auf. „Uns hat ausgezeichnet, dass wir uns nie aufgegeben haben, immer weiter gekämpft haben und einen super Teamzusammenhalt an den Tag gelegt haben“, verriet Matzen das Erfolgsrezept.

Für eine kleine Sensation sorgte Jonas Koch. Unangefochten absolvierte er am Freitag den Einzelwettkampf und setzte sich mit beeindruckenden 255 Punkten Vorsprung in der Altersklasse 13/14 auf den ersten Platz. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Zeiten, besonders über die 100 Meter-Hindernisschwimmen“, sagte Koch. In einer sensationellen Zeit in dieser Disziplin (1:04,56 Min.) setzte er in seiner Altersklasse ein dickes Ausrufezeichen. Damit gab sich das Nachwuchstalent aber nicht zufrieden und erreichte mit seinen Teamkollegen Fabian Felske, Peer Bennet Schröder und Daniela Zimmermann in der Altersklasse 13/14 ebenfalls die Landesmeisterschaft. „Diesen Titel hatte ich im Vorfeld nicht unbedingt erwartet. Ich bin aber stolz, gemeinsam mit meinem Team diese super Leistung vollbracht zu haben. Außerdem werden die Deutschen Meisterschaften so nicht langweilig für mich“, fasste Koch augenzwinkernd zusammen. Zudem erhielt Thomas Tucker in der Disziplinenwertung die Goldmedaille für 100 Meter Retten mit Flossen (0:56,16 Min.) und jeweils die Silbermedaille für 100 Meter kombinierte Rettungsübung (1:16,97 Min.) und 100 Meter Lifesaver (1:00,59 Min.).

Das Ticket für die Deutschen Meisterschaften (31.12 bis 2.11.) löste auch das siegreiche Mixed-Team in der Altersklasse 12 um Florian Felske, Lena Sörensen, Ann-Kathrin Todt, Doreen Bruns und Tobias Wolst.

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