Rentnerpartei für Lebensqualität

Wollen die Rentner-Partei nach vorn bringen: Bundes-Parteichef Dieter Balck mit dem Kreisvorsitzenden Karlheinz Braun und dessen Stellvertreter Michael Rokohl (v.l.). Foto:  Kühl
Wollen die Rentner-Partei nach vorn bringen: Bundes-Parteichef Dieter Balck mit dem Kreisvorsitzenden Karlheinz Braun und dessen Stellvertreter Michael Rokohl (v.l.). Foto: Kühl

Jugendliche sind die Rentner von morgen, und darum haben Karlheinz Braun und Michael Rokohl auch entschiedene Ansichten zur Jugend- und Schulpolitik. Das Kreisverbands-Spitzenduo der "Rentner-Partei-Deutschland" ist derzeit auf Mitgliedersuche und erhält dabei Unterstützung vom Bundesvorsitzenden Dieter Balck.

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14. April 2009, 10:27 Uhr

Rendsburg | "Wir wollen eine Partei für Jung und Alt sein", sagt Dieter Balck, und das ist eine Feststellung, die zunächst einmal doch überrascht. Schließlich ist Balck Bundesvorsitzender der "Rentner-Partei-Deutschland" (RPD). Mit dem eigenen Parteiprogramm wolle man aber bewusst alle Generationen ansprechen, betont Balck: "Grundlage für eine jede Politik ist nämlich der soziale Frieden in Deutschland, und der ist zurzeit nicht gewährleistet, weil ein Keil zwischen Jung und Alt getrieben wird." Das will die RPD ändern: "Wir brauchen die jungen Leute", hebt der Hamburger hervor, "es ist ganz wichtig, dass die Jugend wieder eine Perspektive bekommt."

Beim Kaffeetrinken im Hause des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Rokohl in Seefeld führt Balck aus, was für eine Bildungspolitik er betreiben würde, wenn er Bundeskanzler wäre. "Nur eine gut ausgebildete und motivierte junge Generation sichert der Wirtschaft das notwendige Know-how, um auf dem Weltmarkt bestehen und erfolgreich sein zu können." Ein RPD-Kanzler würde für ein einheitliches Schulsystem eintreten. "Es darf und kann nicht sein, dass zum Beispiel das Abitur der einzelnen Bundesländer unterschiedlich bewertet wird", regt sich Balck auf, "da die Schulpolitik Ländersache ist, müsste dies über Rahmengesetze geregelt werden."

Vereinheitlichung strebt die RPD auch im Bereich der Renten an. "Wir wollen ein Rentensystem, das auch tatsächlich alle Bürger mit einbezieht und in das alle einzahlen", sagt Balck. "Wir wollen keinem was wegnehmen, sondern die Lasten auf alle Schultern verteilen." "Wenn man all die gegenwärtigen Fremdleistungen aus dem Rententopf herausnimmt, ist auch genügend Geld da, um die Rente zu finanzieren", meint der Kreisvorsitzende Karlheinz Braun aus Rendsburg, und das sieht sein Vize Michael Rokohl genauso: "Der Rententopf sollte nur für die Rente da sein."

Den RPD-Funktionären geht es indes nicht nur um ein gesichertes Auskommen, sondern auch um mehr Lebensqualität für ältere Mitbürger. "Viele alte Menschen auf dem Lande sind nicht in der Lage, in die Stadt zu fahren, um dort am kulturellen Leben teilzunehmen", kritisiert Balck und formuliert eine Reihe von Forderungen zugunsten von Senioren mit geringem Einkommen: freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln, freier Eintritt in Schwimmbäder und Museen sowie erhebliche Vergünstigungen beim Besuch von kulturellen Veranstaltungen.

Ein knappes halbes Jahr nach Gründung des Kreisverbands hat die RPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde gerade mal zwei Dutzend Mitglieder. Aber das wollen Karlheinz Braun, und Michael Rokohl, , nun ändern. Am Freitag, dem 24. April (17 Uhr), findet im Hotel und Restaurant "Grüner Kranz" in der Hollesenstraße in Rendsburg ein Infoabend zur RPD statt, bei dem der Bundesvorsitzende Dieter Balck die Ziele seiner Partei, die in diesem Jahr sowohl bei der Europa- als auch bei der Bundestagswahl an den Start gehen will, vorstellen wird.

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