Sitzung im Kulturzentrum : Rendsburger Wehr eilt zum nächsten Rekord

464 Einsätze im letzten Jahr - so viele wie noch nie. Sechs Großfeuer, viele Containerbrände.

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11. Februar 2013, 09:09 Uhr

Rendsburg | Eine stolze Einsatzbilanz, herausragende Leistungen und einige Probleme - auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg wurde deutlich, welchen Anteil die Wehr an der Sicherheit in Stadt und Umland hat, aber auch, welche Unterstützung notwendig ist, damit sie ihrer Aufgabe nachkommen kann. Einsätze bis an die Belastungsgrenze und teilweise darüber hinaus, ein neues Fahrzeug, erstmals mehr als 100 Aktive und keine konkreten Fortschritte auf dem Weg zum dringend notwendigen Neubau von Wache und Fahrzeughallen - das waren die Eckpunkte der Sitzung im Kulturzentrum, zu der Freitagabend 84 Rendsburger Aktive und viele Gäste erschienen waren.

Nach der Begrüßung durch Wehrführer Gerrit Hilburger und dem obligatorischen Imbiss (Schnitzel mit Bratkartoffeln) ging es zunächst einmal an die frische Luft. Vor den angetretenen Kameraden wurde der neue Drehleiterwagen präsentiert, eine Investition von 570 000 Euro für ein hochmodernes und perfekt ausgerüstetes Fahrzeug. Danach machte Bürgermeister Pierre Gilgenast in seinem Grußwort deutlich, wie sehr die Stadt den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr zu würdigen wisse. Dies drücke sich nicht nur in lobenden Worten, sondern auch in Geldmitteln aus. Gilgenast versprach, sich auch künftig für die Wehr einzusetzen. Eine konkrete Alternativlösung für die aus allen Nähten platzende Feuerwache in der Herrenstraße gebe es zurzeit allerdings noch nicht.

Einen eindrucksvollen Tätigkeitsbericht für das letzte Jahr präsentierte der stellvertretende Wehrführer Michael Schwandt: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt ist zu 464 Einsätzen ausgerückt. Der Rekord aus dem Vorjahr (418) wurde damit nocheinmal überboten. Darunter waren sechs Großfeuer in Eckernförde (2), Prinzenmoor, Büdelsdorf, Hanerau-Hademarschen und Stafstedt. Hinzu kamen unter anderem 46 Containerbrände, 127 Fehlalarme, 122 Hilfeleistungen und zwei böswillige Alarme, bei denen die Wehr bewusst ohne Grund gerufen worden war.

Die Wahl zum Gruppenführer der 1. Gruppe verlief problemlos. Hartmut Schwertfeger wurde ohne Gegenkandidat einstimmig in offener Wahl bestätigt. Als es um den Führer der 3. Gruppe ging, wurde geheime Wahl beantragt. Norbert Harder erhielt dabei 35 von 84 möglichen Stimmen und lehnte die Wahl nach Rücksprache mit dem Wehrführer ab. Jetzt muss der Vorstand über das weitere Vorgehen entscheiden.

Der große Block der Beförderungen und Ehrungen begann mit der Wahl von sechs neuen Feuerwehrleuten, mit denen die Rendsburger Wehr erstmals die Schallgrenze von 100 Aktivem durchbrach. Desweiteren wurden Sönke Brandstaedter und Stefan Pauers für 25 Jahre im aktiven Dienst mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Michael Schwandt wurde für 4000, Werner Green sogar für 6000 Einsätze geehrt.

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