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Fussball-Verbandsliga : Rendsburger TSV trotz 3:2-Erfolg wohl ohne Punkte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Zähler werden dem Verbandsligisten wegen zu weniger Schiedsrichter im Verein wahrscheinlich wieder abgezogen.

Erleichterung hielt Einzug bei Stephan Waskönig als der Abpfiff des ersten Saisonspiels der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost ertönt war. Die Skepsis des neuen Trainers des Rendsburger TSV war vorerst verfolgen. Seine runderneuerte Mannschaft mit insgesamt elf Zugängen feierte einen erfolgreichen Auftakt und besiegte den Eckernförder SV, wie der RTSV Mitfavorit auf die Meisterschaft, in einer ansehnlichen Partie mit 3:2 (0:1). Ein Sieg der dem RTSV jedoch wohl keine Punkte bringt. Sie werden den Rendsburgern voraussichtlich wieder abgezogen, da der Verein das Schiedsrichter-Soll für diese Saison nicht erfüllt hat und dieses Vergehen seit dem letzten Jahr mit dem Abzug von Punkten bestraft wird. Noch prüft der Verband zwar, aber Waskönig weiß es bereits. „Das ist natürlich ärgerlich“, haderte er anschließend.

Mit der sportlichen Leistung war er hingegen durchaus zufrieden: „Was wir spielerisch gezeigt haben, war schon ansprechend. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel auch mit unserer engagierten Spielweise drehen können. Es wird aber noch etwas dauern, bis wir auch unser volles Leistungsvermögen ausschöpfen können.“ Die Startelf mit acht neuen Spielern harmonierte dennoch durchaus gut miteinander. Waskönig schien die richtige Mischung gefunden zu haben, auch wenn das Ergebnis zunächst gegen die Platzherren sprach. Die RTSV-Abwehr zeigte sich bei einer Ecke nicht im Bilde, und Jaron Ewert köpfte zur 1:0-Führung für den ESV ein (36.). „Wir haben es nach unserer Führung versäumt, diese auszubauen und am Ende unglücklich verloren“, bilanzierte ESV-Trainer Stefan Mackeprang. Nachdem Thies Kalina mit herrlichem 18-Meter-Linksschuss für den Ausgleich gesorgt hatte (55.), war es mit Nico Schrum ein weiterer Neuer im Rendsburger Kader, der seine Elf in Front brachte (75.). Zwar fehlte ihm über weite Teile der Partie noch die Bindung zu seinen Mitspielern, aber was einen Stürmer darüber hinaus ausmacht, erklärte er nach Spielschluss selbst. „Ich kann auch sehr effektiv sein“, beschrieb Schrum augenzwinkernd seine Gesamtleistung. Es war ein Treffer, der dem Gastgeber merklich Sicherheit verlieh. Kalina und Bojan Grbavac trieben das Spiel nun an, Serdzan Redzepovski sicherte zumeist ab. Aber weil die letzte Konsequenz vor dem Tor des Gegners fehlte, stellte Eckernfördes Jenrik Christensen wieder auf Ausgleich. (85.). Mit einem strammen Distanzschuss ließ er Rendsburgs Torhüter Tim Martensen keine Chance. Aber der Qualität des RTSV-Kaders sei Dank, blieb es dabei nicht. Der eingewechselte Mustafa Korkmaz sorgte zwar nicht für drei Punkte, aber immerhin für den Sieg der Gastgeber. Nach toller Vorarbeit von Kapitän Marco Müller vollendete er zum 3:2 (87.).

RTSV: Martensen – Müller, Weber, Buthmann (82. Beckmann) – Usadel, Grbavac – Redzepovski, Kalina (88. Stahr), Schnepel, Witt (56. Korkmaz), Schrum.
SR: Lähn (TuS Hartenholm). – Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Ewert (36.), 1:1 Kalina (55.), 2:1 Schrum (75.), 2:2 Christensen (85.), 3:2 Korkmaz (87.).

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