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Rendsburg : Rendsburger Traditionsmarke wieder zum Leben erweckt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Modehaus I.D. Sievers lässt „Paulsen Kaffee“ nach Original-Herstellungsverfahren produzieren.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2015 | 18:34 Uhr

Der Duft des frisch gerösteten Kaffees war das Markenzeichen des Spezialitätengeschäfts „Kaffee Paulsen“ in der Nienstadtstraße. Anfang Januar 2014 machte Rainer Albrecht seinen Laden zu. Doch jetzt – fast zwei Jahre später – lebt ein Teil dieser Rendsburger Kaufmannstradition wieder auf. Axel Bornhöft, Geschäftsführer und Inhaber von I.D. Sievers, hat sich Albrechts Röstrezepte gesichert. Auch die uralte Röstmaschine möchte er übernehmen. Ob er sie aufstellen darf oder ob technische Bedenken dem entgegenstehen, wird derzeit von den zuständigen Behörden geprüft. Den ersten Kaffee hat der I.D.-Sievers-Chef dennoch bereits produzieren lassen, allerdings von einer Kaffeerösterei in Kaltenkirchen.

Drei Sorten bietet Bornhöft unter der Marke „Paulsen Kaffee“ an: den „Kaffee Nr. 1“, für den hochwertige Arabica-Bohnen aus Kenia, Nicaragua und Guatemala verarbeitet werden; den „Naturmilden“ mit Kaffeebohnen aus Brasilien, Nicaragua und Guatemala; und den „Maragogype“, sortenrein mit Bohnen aus Mexiko. „Diese Bohnen sind 30 Prozent größer als normal“, sagt Bornhöft. Er kauft den Rohstoff für seinen Kaffee sackweise in Hamburg ein. Das aufwändige Herstellungsverfahren schlägt sich auf den Preis nieder: Je nach Sorte kostet ein Pfund Kaffee zwischen sieben und neun Euro.

In der Hohen Straße oben im I.D.-Sievers-Café hat ein Tischler ein Kaffeeregal aufgebaut, das an die Inneneinrichtung des Kaffee- und Süßwarengeschäfts in der Nienstadtstraße erinnert.Dort wird jedes Pfund vor den Augen der Kunden gemahlen. Für Bornhöft schließt sich mit diesem Angebot der Kreis. Über Jahrzehnte hat I.D. Sievers den im Modehaus getrunkenen Kaffee von der Firma Paulsen bezogen. Grundlage für die enge Geschäftsbeziehung war die Freundschaft von Bornhöfts im Jahr 1993 verstorbenen Vater Jürgen mit „Paulsen Kaffee“-Chef Rainer Albrecht. Diese Freundschaft ging auf den Sohn über. Axel Bornhöft: „Ich fand es immer schade, dass es Paulsen-Kaffee nicht mehr gab. Jetzt bieten wir ihn selbst an.“

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