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Täter in Haft : Rendsburger stirbt nach Angriff mit Werkzeug

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Ein Streit zwischen zwei Alkoholisierten eskaliert. Offenbar schlägt einer brutal mit einem Werkzeug auf den anderen ein.

Rendsburg | Der am Freitag bei einer Schlägerei in der Boelckestraße lebensgefährlich verletzte 45-jährige Mann ist am Sonnabend im Krankenhaus gestorben. Gegen den mutmaßlichen 44-jährigen Täter wurde Haftbefehl erlassen. Wie die Polizei mitteilte, soll er seinem Opfer mit einem Werkzeug auf den Kopf geschlagen haben.

Der tödlichen Tat war nach den Erkenntnissen der Ermittler ein Streit vorausgegangen. In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gerieten die Männer aneinander. Beide waren alkoholisiert. Während dieses Streits schlug der später Festgenommene auf den Wohnungsmieter ein und fügte ihm lebensbedrohliche Verletzungen zu. Die gegen 14 Uhr am Tatort eingetroffenen Einsatzkräfte forderten den Rettungshubschrauber „Christoph 42“ an, der auf einem Parkplatz in der Nähe landete, aber dann wegen schlechten Wetters nicht umgehend wieder abheben konnte. Daher musste das Opfer mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Doch die Ärzte konnten den Mann nicht retten. Am Tag darauf, am Sonnabend gegen 20.30 Uhr, erlag er seinen schweren Kopfverletzungen.

Seinen mutmaßlichen Kontrahenten nahmen Polizisten am Tatort fest. Am Sonnabendnachmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Zu dieser Zeit gingen die Behörden davon aus, dass das Opfer überlebt. Der Haftbefehl lautete daher zunächst auf „versuchten Totschlag“. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.

Die Boelckestraße ist ein Straßenzug der Gegensätze. Im östlichen Bereich zur Richthofenstraße hin findet man gepflegte kleine Häuser; das Ambiente ist gutbürgerlich. Der westliche Bereich Richtung Schleswiger Chaussee/Flensburger Straße gilt hingegen als sozialer Brennpunkt. Es dominieren Blöcke in Reihenhausbauweise. In jedem Haus befinden sich drei Wohnungen. Auch das Opfer lebte hier.

„In dieser Gegend wird eigentlich immer gesoffen und gefeiert“, sagte gestern eine Passantin, die aber weder den mutmaßlichen Täter noch das Opfer kannte. Schon oft habe sie sich darüber geärgert, dass leere Alkoholflaschen auf der Straße zerschlagen würden. Das war auch gestern so. Vor den Glascontainern unweit des Tatorts lagen die Scherben von Spirituosenflaschen.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 08:32 Uhr

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