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Noch eine Bescherung : Rendsburger Kunden im Gutschein-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Viele Kinder und Jugendliche erfüllten sich am ersten Verkaufstag nach dem Fest ihre speziellen Wünsche.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 06:00 Uhr

Jane Brammer (11) liebt Reiten und alles, was dazugehört. „Sie hat so viele Pferdefiguren, dass ich zu Weihnachten die Übersicht verloren hatte“, sagte ihre Mutter. Ein doppelt geschenktes Spielzeugfohlen tauschte Jane deshalb bei Kruse Spiel & Fun in der Altstadtpassage gegen ein anderes aus. Und löste bei der Gelegenheit ihre Geschenk-Gutscheine ein, um eine DVD zu kaufen – natürlich über Pferde.

Wie die Elfjährige machten es gestern viele Rendsburger, die Kupons geschenkt bekommen haben, ein Kleidungsstück in der falschen Größe oder ein Buch, das sie bereits besitzen. Bei Umtausch oder Erstattung gibt es allerdings Regeln zu beachten. Ein gesetzliches Anrecht haben Kunden nicht, solange die Ware beim Kauf keine Mängel aufwies. Die meisten Händler zeigen sich aber gerade nach den Festtagen kulant. Doppelt verschenktes Spielzeug ist bei Kruse der häufigste Grund für eine Rückgabe. Hier gibt es bei Vorlage des Kassenbons innerhalb von 14 Tagen nach dem Kauf das Geld zurück. Danach lässt sich die Ware noch gegen etwas anderes oder einen Gutschein eintauschen. Letztere waren gestern Vormittag verantwortlich für großen Andrang in den Geschäften. An den Kassen von H  &  M am Schiffbrückenplatz bildeten sich lange Schlangen. Auffällig viele Jugendliche tauschten hier ihre zu Weihnachten erhaltenen Gutscheine ein.

Beim Modegeschäft S. Oliver in der Hohen Straße brachten Kunden die Kleidung meist deshalb zurück, weil die Größe nicht stimmte. Filialleiterin Levia Strehlow: „Bis zum 6. Januar geben wir das Geld zurück, solange der Kassenbon vorhanden ist.“ Danach ist je nach Fall eventuell ein Umtausch gegen andere Ware oder einen Kupon möglich. Birgit Kahlcke hatte für ihren Mann zu Weihnachten bei ID Sievers in der Hohen Straße verschiedene Kleidungsstücke vorsorglich gleich in zwei Größen gekauft. Die unpassenden Stücke konnte sie problemlos zurückgeben. Auch bei der Coburg’schen Buchhandlung in der Nienstadtstraße wanderten viele Weihnachtsgeschenke zurück in die Regale. „Gerade was in den letzten Tagen vor Heiligabend aus der Bestsellerliste wegging, landete häufig mehrfach unterm Gabentisch“, erklärte Mitarbeiter Patrick Goeser. Wenn es sich um gut verkäufliche Bücher handelt, nimmt er diese sogar ohne Quittung zurück. Wie bei vielen anderen Händlern gilt eine freiwillige Zwei-Wochen-Frist – „solange keine Widmung im Buch steht“, betonte Goeser. Verschenkte Kalender dagegen können nach Weihnachten nicht mehr zurückgegeben werden.

Generell lässt sich sagen: Je größer der Anteil der Stammkundschaft, desto großzügiger die Rückgabe-Regelungen des Geschäftes. Um Unklarheiten zu vermeiden, fragt man am besten schon beim Kauf nach den Bedingungen. Übrigens: Werden diese vom Geschäft offen kommuniziert, in Form von Werbung oder Aushängen, haben sie dieselbe Geltung wie eine gesetzliche Regelung.

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