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Festnahme : Rendsburger Innenstadt-Einbrecher in U-Haft

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Über Wochen waren ihre Geschäfte immer wieder das Ziel von Einbrechern - jetzt können die Rendsburger Innenstadt-Kaufleute zunächst einmal ein wenig aufatmen.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2013 | 02:35 Uhr

Rendsburg | Der junge Mann soll nach Angaben von Polizeisprecher Sönke Hinrichs für einige dieser Einbrüche verantwortlich sein - auch für die Tat im Schreibwarenladen Brendemühl am Altstädter Markt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel erließ das Amtsgericht Rendsburg Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Dieb. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Geschäftsfrau Beate Brendemühl wandte sich Mitte April an die Öffentlichkeit, nachdem Ganoven ihr Schreibwarengeschäft heimgesucht hatten. 28 Einbrüche mussten sie und ihre Kollegen in den ersten Monaten des Jahres hinnehmen. Sie teilten Innenminister Andreas Breitner und Bürgermeister Pierre Gilgenast ihre Sorgen mit - wirklich helfen aber konnten beide nicht.

Die Ermittlungen mündeten in einer Wohnungsdurchsuchung


Letztlich waren es Zufälle, die auf die Spur des jetzt Inhaftierten führten: Bei dem Einbruch in das Schreibwarengeschäft waren neben edlen Montblanc-Füllern auch Kinogutscheine gestohlen worden. Und diese wurden am nächsten Abend eingelöst. In einer spektakulären Aktion holten Polizisten vier junge Leute aus einer laufenden Vorstellung. "Der mutmaßliche Einbrecher war nicht darunter", stellte Polizeisprecher Sönke Hinrichs klar. Ungeschoren werden sie aber dennoch nicht davonkommen, schließlich hatten sie Hehlerware bei sich.
Die Ermittlungen mündeten in einer Wohnungsdurchsuchung, bei der Beute aus einem Wohnungseinbruch vom 31. März gefunden wurde. Im Rahmen der weiteren Recherchen zog sich das Netz um den Verdächtigen immer enger zusammen: "Die Kollegen haben acht weitere Straftaten aufgedeckt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Konto des jungen Mannes gehen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Einbrüche in Geschäfte und Büros in der Rendsburger Innenstadt, unter anderem auch um den Einbruch in das Schreibwarengeschäft", sagte Hinrichs.

"Vielleicht wird es ja jetzt besser"


Der Sprecher bestätigte, dass das Rendsburger Amtsgericht aufgrund der Erkenntnisse bereits am 26. April einen Haftbefehl erließ. Dabei mag eine Rolle gespielt haben, dass der Verdächtige bereits zuvor wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung aufgefallen war. Drei Tage später wurde der 18-Jährige verhaftet.
Beate Brendemühl reagierte erleichtert auf diese Nachricht. "Vielleicht wird es ja jetzt besser", sagte sie. Die Tatsache, dass der Verdächtige hinter Schloss und Riegel gekommen ist, wertete sie positiv: "Schön, dass tatsächlich Konsequenzen gezogen werden. Das ist auch für uns Betroffene ein Zeichen." Schon in den vergangenen Tagen, nach Veröffentlichung der Vorfälle in der Landeszeitung, hatte sie eine verstärkte Polizeipräsenz festgestellt. "Ob zu Fuß oder im Streifenwagen - in der letzten Zeit sind häufiger Polizisten zu sehen."
Sönke Hinrichs stellte klar, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und rief zur Aufmerksamkeit auf. "Egal ob in der Innenstadt oder im Wohngebiet: Wenn irgendetwas Verdächtiges beobachtet wird, sollte man nicht zögern, sofort die Polizei über 110 zu informieren. Auch das trägt zur allgemeinen Sicherheit bei." Ein gutes Beispiel dafür war eine Situation in der Nacht zu Freitag. Ein Zeuge hatte gemeldet, dass sich ein Verdächtiger an der Tür des Edeka-Marktes in der Lancasterstraße zu schaffen machte. Der Täter flüchtete auf einem Fahrrad, konnte aber wegen der guten Beschreibung wenig später in der Nähe des Tatorts von der Polizei aufgegriffen werden. Er hatte Werkzeug bei sich und gestand, dass er die Tür aufhebeln wollte. Die Polizei prüft nun, ob der 44-Jährige auch für andere Einbrüche verantwortlich ist.
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