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Mehr Grün, weniger Müll : Rendsburg will bunter werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Verwaltung setzt den Bürgerwunsch nach mehr Blumen im Stadtgebiet um. Helfen soll außerdem die Aktion „Sauberes Rendsburg“ am 25. März.

Den Titel „Graue Stadt“ will der Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast den Husumern nicht streitig machen. Anscheinend aber die Vorreiterrolle in der frühjährlichen Krokuspracht. 90  000 Krokuszwiebeln sind auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche des Stadtparks maschinell gepflanzt worden. Fünf Ecken und Inseln, die mit Maschinen schlecht zu erreichen sind, wurden von Rendsburgern im Rahmen der jährlichen Aktion „Gärten der Vielfalt“ per Hand bepflanzt. Jetzt strecken die ersten Frühjahrsblüher ihre Köpfchen ins Freie. Bald wird es also wieder bunt in Rendsburg, genau genommen sogar bunter.

„Wir bemühen uns jedes Jahr um eine ansprechende Bepflanzung“, sagt Pierre Gilgenast. „In diesem Jahr haben wir zusätzlich die Anregungen vieler Bürger aufgegriffen, die sich mehr Blumen in der Stadt wünschen.“ Das Stadtgestaltungskonzept für 2017 sieht daher einige Neuerungen vor. Unter anderem werden 36 Blumenampeln an Laternen am Jungfernstieg, Schiffbrückenplatz und Schloßplatz angebracht, sechs Blumenpyramiden in der Berliner Straße aufgestellt und acht weitere Balkonkästen an der Holsteiner Brücke aufgehängt. Blumenpyramiden wird es auch am Schleusenbecken und am Thormannplatz geben. Bepflanzt werden die hängenden und stehenden Kübel vornehmlich mit Sommerblumen wie Geranien und Petunien in den Farben Rosa und Rot. Sobald die Bauarbeiten an der Treppe am Bahnhof abgeschlossen sind, wird auch dort wieder ein Blumenbeet entstehen. Ziel sei es, markante Orte in Rendsburg zu verschönern und sowohl Städter als auch Besucher mit bunten Blumen willkommen zu heißen, so Pierre Gilgenast.

Erfreulich ist, dass die Stadt nicht nur auf Ziergewächse setzt. Zusammen mit gärtnerisch engagierten Rendsburgern pflegt sie unter anderem Streuobstwiesen. Beim Projekt „Essbares Rendsburg“ ist ernten erwünscht, helfen allerdings auch. Zudem hat die Stadt Wiesen mit Wildblumen angelegt. „Die Blüten heimischer Pflanzen sehen weniger prachtvoll aus. Meist brauchen die Arten auch mehr als ein Jahr, um sich zu etablieren“, erklärt Biologin Stephanie Schönberg aus dem Fachbereich Bau und Umwelt. „Sie ernähren aber beispielsweise Bienen. Und weil die Orte im Sommer weniger genutzt werden als repräsentative Flächen wie der Stadtpark, profitieren die Insekten auch noch nach Mai vom wilden Grün.“ Auf Pflanzen, die vom Bundesamt für Umwelt als problematisch eingestuft wurden, weil sie sich zum Beispiel zu stark vermehren, verzichtet die Stadt komplett.

Ein weiteres Anliegen vieler Rendsburger sei die Sauberkeit in ihrer Stadt, fährt Pierre Gilgenast fort und weist in diesem Zusammenhang auf die Aktion „Sauberes Rendsburg“ hin. Diese beginnt am 25. März um 11 Uhr, der Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. „Wir finden hauptsächlich Plastikabfall, Flaschen und, deutlich weniger als noch vor einigen Jahren, Zigarettenschachteln“, sagt Pierre Gilgenast. Jeder kann mitmachen, alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde. „Manche sammeln die sogar“, spornt der Bürgermeister an.

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