1. Basketball-Regionalliga : Rendsburg Twisters halten dem Druck stand

Duell der Topscorer: Twisters-Spielmacher Peter Marcic (links) erzielte 24 Punkte. Sein Bürgerfelder Pendant Dyon Doekhi war für 31 Zähler verantwortlich.
Duell der Topscorer: Twisters-Spielmacher Peter Marcic (links) erzielte 24 Punkte. Sein Bürgerfelder Pendant Dyon Doekhi war für 31 Zähler verantwortlich.

Der 88:76-Sieg über Bürgerfelder TB sorgt für wichtige Punkte im Abstiegskampf.

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05. Januar 2015, 05:30 Uhr

Allzu gerne begrüßt Twisters-Hallensprecher Ingo Perner die Gäste „in der lautesten Halle der Liga“. Am Sonnabend sorgten die 452 Zuschauer abermals für eine tolle Stimmung, aber in der Halbzeitpause hätte man durchaus von der lautesten Kabine der Liga sprechen können. Rendsburgs Trainer Bjarne Homfeldt war mit dem Auftritt seines Teams überhaupt nicht einverstanden und las seinen Spielern die Leviten. Eine Ansprache, die ihre Wirkung nicht verfehlte. In dem zum „wichtigsten Spiel der Saison“ stilisierten Duell mit dem Bürgerfelder TB behielten die Twisters vor den Augen von Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt mit 88:76 (22:18, 42:40, 67:61) die Oberhand.

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Homfeldt selbst drückte es noch gemäßigt aus und verriet: „Ich war so laut wie noch nie in der Halbzeitpause.“ Sein Kapitän formulierte es unverblümt: „Bjarne ist richtig ausgerastet – aber völlig zurecht“, sagte Morris Brodersen. Homfeldt machte seinem Ärger Luft, weil seine Mannschaft nicht einhundert Prozent gab. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht die notwendige Intensität aufs Feld gebracht. Nach der Pause wurde es dann besser, auch spielerisch“, erklärte der Trainer. Der Auftakt in die Partie gab noch keinen Anlass zur Kritik. Nach einer Minute lagen die Hausherren mit 7:2 vorne. In der Folge aber kamen die Gäste aus Niedersachsen besser ins Spiel und kurz nach Beginn des zweiten Viertels wechselte die Führung zu ihren Gunsten (25:24). Dass der Pausenstand mit 42:40 wieder für die Rendsburger sprach, lag an einer Umstellung in der Defensive. „Wir haben dann mit einer Zonenverteidigung gespielt. Damit ist der Gegner nicht klargekommen“, so Homfeldt.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht zu einer klaren Sache für die Twisters, aber die Führung gaben sie zu keinem Zeitpunkt mehr ab. „Das war dann eine Klasseleistung von uns“, befand der Coach, der insbesondere die Defensivarbeit von Morris Brodersen und Dimi Basylev hervorhob: „Riesenkompliment an die beiden.“ Insbesondere Basylev, der wie die Center Jannek Schmitt und Björn Rohwer angeschlagen war, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und verteidigte gegen Bürgerfeldes Topscorer Dyon Doekhi (31 Punkte) bravourös. „Der Druck war schon sehr groß. Das hat man in der einen oder anderen Situation auch gemerkt“, erklärte Brodersen nach dem Spiel. Zu diesem Zeitpunkt waren es dann auch wieder die begeisterten Zuschauer, die den Lautstärkepegel in die Höhe trieben.

Rendsburg Twisters: Brodersen (10/1x3), Hillner (3/1x3), Marcic (24/3x3), Sopha, Rohwer (21/1x3), Störtenbecker, Basylev (2), Brunk, Schmitt (4), Rinner, Kibi (24).

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