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Jugendspiele : „Rendsburg steht in den Startblöcken“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Europäische Jugendspiele gastieren vom 28. Juli bis zum 1. August in der Stadt. Insgesamt 639 Teilnehmer erwartet. Lancaster nicht dabei.

Rendsburg ist bereit für die Europäischen Jugendspiele, die vom 28. Juli bis zum 1. August zum neunten Mal in der Stadt gastieren. Zusätzlich zu 174 Teilnehmern aus Rendsburg werden dann 465 Gäste aus sieben Partnerstädten erwartet. Sie kommen aus Aalborg in Dänemark, dem niederländischen Almere, Haapsalu in Estland, Kristianstad in Schweden, dem polnischen Kreis Raciborz, Vierzon in Frankreich und dem deutschen Rathenow.

„Wir freuen uns über die vielen Zusagen, Rendsburg steht schon in den Startblöcken“, sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast gestern bei einem Pressetermin. Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren treten in zehn Sportarten gegeneinander an. Darunter Fußball, Golf, Judo, Rudern oder Leichtathletik. Außerdem gibt es Tanz- und Musikveranstaltungen – deren Teilnehmer sind höchstens 25 Jahre alt.

Gilgenast freut sich vor allem auf das bunte Treiben, das sich an diesen Tagen in der Stadt zeigen wird. „Es ist immer ein tolles Bild, wenn alle in ihren Trainingsanzügen oder Trikots gemeinsam vom Paradeplatz zum Schiffbrückenplatz marschieren“, so der Bürgermeister. Diese Prozedur wird die Jugendspiele am 29. Juli eröffnen. Zum Auftakt um 18 Uhr ist auch Innenminister Stefan Studt geladen. Außerdem wird die Jugendspielflagge gehisst, der Sportlereid geleistet und eine symbolische Flamme entzündet. „In diesem Jahr gibt es kein echtes Feuer, sondern wir arbeiten mit einem sogenannten ‚Skydancer‘. Dabei handelt es sich letztlich um eine Flamme aus Stoff, die mit einem Gebläse aufgepustet wird“, so Andrea Loose, die bei der Stadt Rendsburg im Fachdienst Bildung arbeitet. So sei gewährleistet, dass man die Flamme auch bei strahlendem Sonnenschein sehen kann. Schon ab 17 Uhr wird auf dem Schiffbrückenplatz die Big Band der Musikschule spielen.

Die jungen Teilnehmer und ihre Betreuer werden größtenteils – aufgeteilt nach Sportarten – in den Rendsburger Schulen untergebracht. Die Ruderer kommen bei hiesigen Gastfamilien unter. „Die Zahl der teilnehmenden Gasteltern ist rückläufig“, so Herbert Schauer vom Fachbereich Bürgerdienste. „Das ist allerdings nicht schlimm, weil vor allem die Mannschaftssportler sowieso lieber in ihrer Gruppe bleiben und zusammen übernachten.“

Zum ersten Mal wurden die Europäischen Jugendspiele im Jahr 1975 in Aalborg ausgetragen. In Rendsburg fanden sie erstmals 1980 statt. „Seit 1994 fanden die Spiele im jährlichen Wechsel in Almere, Aalborg, Lancaster oder Rendsburg statt“, berichtete Andrea Loose. Dass in diesem Jahr keine Teilnehmer aus dem britischen Lancaster in die Kanal-Stadt kämen, liege daran, dass die Ruderer bei dem Hochwasser Ende vergangenen Jahres ihre Boote verloren haben. „Sie haben sich erst einmal von den Spielen verabschiedet. Es sei denn, sie finden finanzkräftige Sponsoren“, so Andrea Loose. Sollte dem nicht so sein, soll bei einer Zukunftskonferenz während der Jugendspiele über einen anderen möglichen Austragungsort im Jahr 2017 gesprochen werden – dann wäre Lancaster an der Reihe.

Gilgenast, Loose und Schauer sehen das Aufeinandertreffen der Jugendlichen, Betreuer und der offiziellen Gäste als gelebte Partnerschaft. Dies lässt sich die Stadt 175  000 Euro kosten. Gestern ging dort die Zusage für eine EU-Förderung in Höhe von 25  000 Euro ein. „Über die Spiele haben die Jugendlichen die Möglichkeit, andere Sprachen und Länder über den Sport oder die Musik kennenzulernen“, so Pierre Gilgenast. Herbert Schauer fasste es anders zusammen: „Das ist eine Demonstration der Jugendlichen für Europa.“ Bei all den grenzübergreifenden Effekten steht dennoch auch der Sport im Mittelpunkt: Während sich die Teilnehmer aus einigen Städten in Wettkämpfen qualifizieren müssen, gilt es für die Rendsburger aber als Ehre, an den Spielen teilzunehmen.

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erstellt am 13.Jun.2016 | 13:20 Uhr

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