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Abstimmung am Donnerstag : Rendsburg soll eine Stadt des fairen Handels werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Senat will in dieser Woche über die Teilnahme an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ entscheiden.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Die Kanalstadt Rendsburg strebt einen weiteren Titel an: Sie will ein Ort des fairen Handels werden , eine offiziell anerkannte „Fairtrade-Town“. Am Donnerstag stimmt der Senat über eine entsprechende Bewerbung ab.

Kommunen, die Fairtrade-Stadt oder -Gemeinde werden wollen, müssen unter anderem im Bürgermeisterbüro sowie in allen Rats- und Ausschusssitzungen Kaffee aus sogenanntem fairen Anbau ausschenken. Außerdem muss ein Anteil der lokalen Einzelhandelsgeschäfte, Cafés und Restaurants Produkte anbieten, die den Fairtrade-Kriterien genügen. In Rendsburg werden sechs Geschäfte und drei Gastronomiebetriebe benötigt, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Darüber hinaus müssen mindestens eine Schule, ein Verein und eine Kirchengemeinde mitmachen.

Zu den Auswahlkriterien gehören auch Bildungsaktivitäten und Medienberichte zum Thema fairer Handel. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, erhält die Kommune den Titel „Fairtrade-Town“ zunächst für zwei Jahre. Anschließend erfolgt eine erneute Überprüfung durch die Organisation TransFair.

„Ich begrüße die Kampagne sehr“, sagte Grünen-Ratsherr Klaus Schaffner. „Global denken, lokal handeln – das gilt nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch im Handel.“ Er werde im Senat am Donnerstag auf jeden Fall für die Bewerbung als Fairtrade-Stadt stimmen.

„Im Sinne einer gerechteren Gestaltung der Globalisierung können die Rendsburger Akteure eine Vorbildfunktion übernehmen“, heißt es in der Beschlussvorlage, über die zunächst der Senat und abschließend die Ratsversammlung am 25. September befinden. Dem Papier zufolge ist das Potenzial in der Rendsburger Geschäftswelt vorhanden. Nach Recherchen von Schülern der Waldorfschule bieten zwei DM-Drogeriemärkte, drei Edeka-Märkte, der Weltladen sowie das Geschäft „frauherzog“ in der Königstraße Produkte aus fairem Handel an. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sei grundsätzlich interessiert. Das Café Tagespost verwende ebenfalls Fairtrade-Lebensmittel.

Von den Rendsburger Bildungseinrichtungen und Vereinen haben laut der Vorlage die Waldorfschule, die Schule Mastbrook, die Kita Wunderwesen, RD-Marketing sowie die Volkshochschule ihre Bereitschaft signalisiert. Die Koordination des Projekts soll das Stadtmarketing Rendsburg unter Federführung von RD-Marketing übernehmen.

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