Bündnis für mehr Vielfalt : Rendsburg setzt Zeichen gegen Homophobie und Ausgrenzung

Signal gegen Diskriminierung: Im Beisein von Andreas Witolla (vorne links) und Vertretern der Rendsburger Regenbogengruppe sowie der Arbeitsgemeinschaft „SPD-Queer“ unterzeichnete Pierre Gilgenast (vorne rechts) im Rathaus die Lübecker Erklärung.
Signal gegen Diskriminierung: Im Beisein von Andreas Witolla (vorne links) und Vertretern der Rendsburger Regenbogengruppe sowie der Arbeitsgemeinschaft „SPD-Queer“ unterzeichnete Pierre Gilgenast (vorne rechts) im Rathaus die Lübecker Erklärung.

Ein Jahr später als geplant unterschreibt Bürgermeister Gilgenast die „Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt“.

shz.de von
26. April 2018, 11:54 Uhr

Rendsburg | Mit mehr als einjähriger Verspätung setzt die Stadt Rendsburg auf Wunsch der Politik ein Zeichen gegen die Diskriminierung anders lebender und liebender Menschen. Bürgermeister Pierre Gilgenast unterschrieb jetzt die „Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt“ – ein Bündnis für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schleswig-Holstein. Grundlage ist ein Beschluss der Ratsversammlung vom 30. März 2017.

Der Allianz sind bisher mehr als 30 Vereine, Kommunen, Unternehmen und politische Organisationen im hohen Norden beigetreten. Ziel ist die Stärkung der Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transsexuellen Menschen. Die Bündnispartner verpflichten sich zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Die Lübecker Erklärung basiert auf einem Passus im Grundgesetz, nach dem „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“ sind.

Bürgermeister Pierre Gilgenast sagte: „Mit der Unterzeichnung der Lübecker Erklärung unterstreichen wir unsere Haltung bei der Stadt Rendsburg. Wir verstehen es als Wert, dass es normal ist, verschieden zu sein. Entschieden wenden wir uns gegen Ausgrenzung und Benachteiligung. Wir zeigen Mut zum Miteinander und setzen uns ein für Verständnis, Akzeptanz und Chancengleichheit.“

Die Unterzeichnung der Lübecker Erklärung wurde vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein, begleitet. Vorstandssprecher Andreas Witolla freute sich: „Das ist ein großer Verdienst der vielen Ehrenamtlichen vor Ort, insbesondere der Rendsburger Regenbogengruppe, die sich bereits seit längerem mit vielen bunten Veranstaltungen und Aktionen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einsetzen. Die Unterzeichnung durch den Bürgermeister als hochrangigen Entscheidungsträger des neuen Bündnispartners demonstriert die Wichtigkeit und den Stellenwert.“ Auch zwei Vertreter der „SPD-Queer“, einer Arbeitsgemeinschaft in der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, wohnten der Unterzeichnung bei.

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