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Hanerau-Hademarschen : Reizen und Stechen rund um die Uhr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

144 Kartenspieler machten mit beim 16. Hademarscher Skatmarathon. 134 hielten durch bis zum nächsten Morgen.

144 Skatfanatiker schlugen sich beim 24-Stunden-Turnier in Struves Gasthof die Nacht um die Ohren. 134 von ihnen hielten bis zur Siegerehrung am nächsten Morgen durch. Den mit 1000 Euro belohnten Turniersieg holte sich Heinz Lang aus Hamburg vor Christian Hoffmann-Timm aus Böklund und Monika Kranen aus Issum (Nordrhein-Westfalen). Beste Starter aus dem Kreisgebiet waren Janis Stark aus Westerrönfeld auf Platz 24 und Gerd Pächnatz aus Melsdorf auf Rang 25.

Die 144 Skatbegeisterten, die am Sonnabend um 9 Uhr in Struves Gasthof zum Rund-um-die-Uhr-Wettkampf antraten, bedeuteten für das Hademarscher 24-Stunden-Turnier eine exakte Bestätigung des Teilnahmerekords vom Vorjahr. Für den Vorsitzenden des Skatclubs 1. SC Hanerau-Hademarschen, Hans-Hermann Fuchs, sind die 144 Starter ein Beweis dafür, dass es nach wie vor „genug Verrückte gibt“, die bereitwillig die Strapazen eines Skatmarathons auf sich nehmen. Unter all diesen „Verrückten“ gibt es sogar eine Handvoll von Skatbesessenen, die fast schon in ihrer eigenen Liga spielen: Rüdiger Dircks aus Owschlag, Lothar Stürzebecher aus Burg, Ralf Peters aus Heide, Wilfried Stüben aus Hohenlockstedt und Rolf Stoffers aus Brunsbüttel. Diese Fünf haben kein einziges der nunmehr 16 Hademarscher 24-Stunden-Skatturniere seit dem Jahr 2000 verpasst. Klar, dass die fünf Ultra-Marathonmänner auch diesmal wieder alle bis zum Schluss durchhielten – so wie auch weitere 129 Teilnehmer. 134 „Finisher“ waren dabei ein neuer Turnierrekord. „Ich spiele immer durch“, betonte Rüdiger Dircks (76 Jahre), der nicht nur 2016 zum 17. Mal am Hademarscher Skatmarathon teilnehmen, sondern darüber hinaus auch „die 20 noch vollmachen will.“

Weil sich die meisten Skatspieler beim Wettkampf in Struves Gasthof immer schon gleich fürs Turnier im nächsten Jahr anmelden, gibt es ein großes Stammteilnehmerfeld. Aber man trifft auch Neulinge an. Zum ersten Mal dabei waren zum Beispiel Gabriele Sievert und Horst Zobott aus Rieseby. „Das ist sagenhaft, dass so viele bis zum Ende durchgehalten haben“, meinte Gabriele Sievert, „ich selbst bin auch ganz gut durchgekommen – besser als gedacht.“ Bisher hatte die Vorsitzende des 1. SC Eckernförde maximal vier Serien, also acht Stunden am Stück Skat gespielt. Nach ihrem ersten Rund-um-die-Uhr-Turnier hat sie nun Lust auf mehr: „Ich hab mich schon gleich fürs nächste Jahr angemeldet.“ Gabriele Sievert war eine von 19-Skat-Amazonen, deren erfolgreichste in der Endabrechnung Monika Kranen auf Platz drei war. Zusammen mit vier weiteren Aktiven von den „Schlossbuben Ossenberg“ hatte Monika Kranen die 500 Kilometer weite Anreise aus Nordrhein-Westfalen auf sich genommen, um zum 13. Mal beim Hademarscher Skatmarathon dabei zu sein. „Dieses Turnier ist einfach sehr gemütlich und bestens organisiert“, lobte die Rheinländerin das Organisationsteam des 1. SC Hanerau-Hademarschen, das aus genau zwei Leuten besteht: Vereins-Chef Hans-Hermann Fuchs und Schriftwartin Linda Paulsen. 325 Punkte fehlten Monika Kranen am Ende zum ersten Amazonen-Sieg beim Hademarscher 24-Stunden-Turnier. Den Siegerpokal und 1000 Euro Preisgeld sicherte sich Heinz Lang aus Hamburg mit 12  185 Punkten nach zehn Serien. Er habe im Laufe der Nacht „mehrere müde Phasen“ gehabt, gestand Lang ein: „Das war wieder ziemlich mörderisch – und nun muss sich ja auch noch anderthalb Stunden nach Hause fahren.“

Dass Hans-Hermann Fuchs bei seinem eigenen Turnier nicht mitspielt, hat ausschließlich organisatorische Gründe. „Verrückt“ genug wäre der Hademarscher schon, wie man daraus ersehen kann, dass er vor zehn Jahren bei einem erfolgreichen Weltrekordversuch in Jübek mit dabei war, wo die Teilnehmer eine neue (nicht mehr aktuelle) Bestmarke im Dauerkartenspielen aufstellten – mit 72 Stunden und 27 Minuten.

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