zur Navigation springen

Helene-Lange-Gymnasium rendsburg : Reithalle als Mensa und Pausenraum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schulleiter der Hela beklagt Platznot während der Freistunden . Er fordert die Politik zum Handeln auf.

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2015 | 06:04 Uhr

Rendsburg Die Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums brauchen mehr Platz. Für  Freistunden stehen keine Rückzugsräume zur Verfügung, die Mittagspause lassen die Lehrer oft ausfallen und unterrichten acht Stunden am Stück. Denn das  Bistro  im Kellergeschoss ist für die  rund 1000 Gymnasiasten viel zu klein.  Deshalb bittet Schulleiter Berthold Kayma die Politik schon seit Langem um Unterstützung. Jetzt startet er einen neuen Versuch. Er möchte, dass  die  Reithalle auf dem Gelände  der ehemaligen Eiderkaserne für schulische Zwecke umgebaut wird.

Das Gebäude wäre  perfekt für eine Erweiterung des Gymnasiums – so die Meinung  des Schulleiters nach einer Besichtigung  mit den Mitgliedern des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses. „Wir könnten die Halle sofort gebrauchen“, sagt er. Die Fenster lassen viel Licht herein, von der Schule ist man in kürzester Zeit dort, und die Fläche von mehr als 800 Quadratmetern würde ausreichend Platz für eine Mensa, Aufenthaltsräume und vielleicht sogar  eine kleine Bühne bieten.

Das Gegenargument sinkender Schülerzahlen lässt  Kayma nicht gelten. „Das wird  sich wieder stabilisieren. Das kann man an der Bevölkerungsentwicklung sehen“, sagt er. Noch viel wichtiger sei  aber, dass sich der Raumbedarf deutlich verändert habe, so der Schulleiter.  Schüler brauchen seiner Ansicht nach heute mehr Platz als noch vor zehn Jahren. Es werde eine erhöhte Nachfrage an Nachmittagsangeboten geben, meint Kayma. Denn viele Mütter bleiben  in der Beschäftigung, die Kinder müssen fast den ganzen Tag in der Schule bleiben. „Die Mütter von morgen werden solch eine Schule brauchen.“

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sieht er die einzige Chance darin, die Halle jetzt nicht aus den Händen zu geben. Er fordert die Politik auf, sie vorsorglich zu sichern und nicht zu verkaufen. Das Vermarktungskonzept der Gebäude auf dem Ex-Kasernengelände steht bereits (wir berichteten), die Vorbereitung für die öffentliche Ausschreibung  soll im November  beginnen.

Eine Entscheidung über die weitere Nutzung der Reithalle ist bisher noch nicht gefallen. Die Hela-Schüler müssen sich mindestens noch bis zum nächsten Jahr mit ihrem kleinen Bistro zufrieden geben. Frühestens 2016 könnte es einen Beschluss geben, so der  Ausschussvorsitzende Sascha Werth (Grüne) gestern auf Nachfrage der Landeszeitung.  „Zunächst muss der Schulinvestitionsbedarfsplan erstellt werden. Ein Umbau der Halle kommt frühestens in die Haushaltsberatungen im nächsten Jahr auf die Tagesordnung.“

Werth kann gut verstehen, dass der Schulleiter die Halle als ideale Erweiterung sieht, merkt aber gleichzeitig an: „Außer Grundmauern und Dachstuhl ist da nichts. Die Investitionskosten wären sicherlich sehr hoch.“Jana Walther

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen