Norddeutsches Filmfest : Regisseure lassen sich in die Karten schauen

Diesmal sollen es mindestens 1000 Besucher werden. Darauf hoffen Nicole Claussen (Kinocenter) und Hans von Fehrn-Stender (Schauburg).
Diesmal sollen es mindestens 1000 Besucher werden. Darauf hoffen Nicole Claussen (Kinocenter) und Hans von Fehrn-Stender (Schauburg).

Am Donnerstag beginnt in den Rendsburger Kinos das dritte Norddeutsche Filmfest - Schauspieler und Regisseure sind mit dabei.

shz.de von
26. Februar 2018, 10:26 Uhr

850 Besucher waren es im vergangenen Jahr, diesmal legen die Rendsburger Kino-Chefs Nicole Claussen und Hans von Fehrn-Stender die Messlatte des Erfolgs noch etwas höher. Mindestens 1000 Besucher wollen sie mit ihrem dritten Norddeutschen Filmfest ins Kinocenter und in die Schauburg locken. An vier Tagen zeigen sie zwölf Filme mit norddeutschem Bezug oder norddeutschen Schauspielern. Am Donnerstag, 1. März, geht es los. Zum Auftakt wird im Kinocenter der Film „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ gezeigt.

Beide Kinos haben sich gleich mehrere Produktionen gesichert, die beim Publikum und bei den Kritikern gut ankamen. Die Schauburg zeigt unter anderem den Kinder- und Jugendfilm „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“ über junge Hamburger Nachwuchsdetektive, die einem zwielichtigen Lebensmittelkonzern das Handwerk legen. Zwei junge Schauspieler der Filmcrew wollen nach Rendsburg kommen. Bevor der Film beginnt, stehen sie den Kinobesuchern Rede und Antwort.

Das Kinocenter setzt auf die fürs Fernsehen produzierte Tragikomödie „Jürgen – heute wird gelebt“. In der vergangenen Woche ist der Film in Hamburg mit der „Goldenen Kamera“ für den besten Fernsehfilm 2017 ausgezeichnet worden. Regisseur Lars Jessen erzählt die Geschichte zweier Freunde über 40, die endlich die Frau des Lebens finden wollen – und zwar mit Hilfe einer osteuropäischen Partnervermittlung. Jessen wird bei der Aufführung seines Films in Rendsburg dabei sein und dem Publikum von den Dreharbeiten berichten.

Ein weiteres Highlight dürfte der ebenfalls von Lars Jessen inszenierte Film „Vadder, Kutter, Sohn“ sein (Kinocenter). In der Hauptrolle ist Axel Prahl zu sehen. Der heute vor allem als Tatort-Kommissar Frank Thiel bekannte Mime war früher Ensemblemitglied des Landestheaters.

Die Schauburg wartet mit einer exklusiven Vorpremiere auf. Sie zeigt den Spielfilm „Am Ende ist man tot“, der offiziell erst am 21. Mai in die Kinos kommt. Laut Ankündigung handelt es sich um „eine Groteske über Geld, Familie und andere Grausamkeiten“. Regisseur Daniel Lommatsch und zwei seiner Schauspieler sind gespannt darauf, wie ihr Werk beim Publikum ankommen wird.

Tickets für das Filmfest gibt es in den Rendsburger Kinos. Die Karten kosten – abhängig von der Länge des jeweiligen Films – zwischen fünf und neun Euro.

Donnerstag, 1. März
Kinocenter: 19 Uhr Empfang, ab 20 Uhr „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“

Freitag, 2. März
Schauburg: 19.30 Uhr: „Am Ende ist man tot“, Schleswig-Holstein-Premiere mit den Filmemachern

Kinocenter, 20 Uhr: Doku „Die Wracktaucher – Mission U-Boot!“

Kinocenter, 21.30 Uhr: „Heilstätten – Horror aus Dithmarschen“

Sonnabend, 3. März
Kinocenter, 13 Uhr: „Landeier – Plattdeutsch für Fortgeschrittene“, Roadmovie auf Platt aus Dithmarschen

Schauburg, 14.30 Uhr: „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“, Kinder- und Jugendfilm

Kinocenter, 17.30 Uhr: „Jürgen – heute wird gelebt“, Tragikomödie

Schauburg, 19.30 Uhr: „Filmtournee unterwegs – Kurzfilmrolle 2017“, gezeigt werden pointierte, witzige, poetische Kurzfilme aus Schleswig-Holstein

Kinocenter, 20 Uhr: „Vadder, Kutter, Sohn“, gedreht unter anderem in Büsum

Sonntag, 4. März
Schauburg. 11 Uhr: Doku „66 Kinos“, spannendes Porträt großer und kleiner Lichtspielhäuser

Kinocenter, 14 Uhr: „Die Schwebefähre – Geschichte und neuester Stand“ von Dieter Kobrock

Schauburg, 19 Uhr: Festival-Abschluss mit der Doku „Guitar Heroes in Joldelund“ über ein Bluesrock-Festival in Nordfriesland

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen