Regionale Küche mit frischen Ideen

Dessert-Variationen: Eis mit Früchten schmeckt immer.
1 von 4
Dessert-Variationen: Eis mit Früchten schmeckt immer.

LZ-Serie 6: „Haby-Krog“ und sein Erfolgsrezept

23-28223297_23-54885643_1378134428.JPG von
13. März 2018, 11:56 Uhr

Unter dem Motto „Alter Krug – neues Konzept“ stellen wir Gasthöfe in der Region vor, für die Inhaber oder Gemeinden innovative Ideen entwickelt haben, damit die Häuser in Zukunft bestehen können. Heute: „Haby-Krog“.

Der Ort hat keine touristischen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für Feriengäste und Geschäftsleute aus der Umgebung ist er dennoch ein beliebter Anlaufpunkt. Das verdankt die 550-Einwohner-Gemeinde einer gastronomischen Institution – dem „Haby-Krog“.

Bereits vor etlichen Jahren hat die Gemeinde das Gebäude an der Dorfstraße erworben. Das bedeutet, dass die Pächter sich auf die Gastronomie konzentrieren können. Vor gut zehn Jahren übernahmen René und Nele Aust den Krog von Jan Bass, der sich bereits weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht hatte. Große Fußstapfen also, in die das junge Paar mit Bravour getreten ist. Bereits nach drei Jahren gab es eine Auszeichnung vom „Feinschmecker“-Magazin als Top-Fisch-Adresse. Frische und Regionalität sei das Geheimnis des Erfolgs, betonen Nele und René Aust. Der Koch hat allerdings auch einen respektablen Werdegang vorzuweisen. Drei Wintersaisons hat er in großen Häusern in der Schweiz gearbeitet.

„Regionale Küche ist uns sehr wichtig. Wir kaufen bei den Produzenten vor Ort ein“, erklärt Aust. „Aber wir bereiten auch gerne mal Doraden oder Jakobsmuscheln zu, die es hier nicht gibt.“ Was die Küche zudem auszeichnet: das Sorbet in verschiedenen Geschmacksrichtungen und die hausgemachten Pralinen. Denn, wie der Küchenchef erklärt: „Ich mag es, außergewöhnliche Sachen auszuprobieren.“

Aber man muss nicht edel speisen, sondern kann auch leger und rustikal Platz nehmen. Vorne vor dem Tresen sitzen die Gäste an den polierten Holztischen ohne Tischdecken, hinten am Kamin ist es dagegen gediegen-gemütlich. Es ist immer stilvoll, aber nicht überladen und jahreszeitlich dekoriert – dafür zeichnet Nele Aust verantwortlich, die auch den Service koordiniert. Sauerfleisch mit Bratkartoffeln oder Schnitzel sind das Kontrastangebot zu Jakobsmuscheln auf Gelbe Bete Carpaccio mit Himbeervinaigrette, dem Ostsee-Dorschfilet auf Mangold mit Kartoffel-Selleriepüree. Neben der Saison-Karte gibt es noch die tagesaktuellen Gerichte auf der Schiefertafel – die Auswahl ist also groß.

Im Veranstaltungssaal mit Bühne kommen gerne Feuerwehr und Schützenverein zusammen. Konzerte wie „Haby hilft“, bei dem auch Bürgermeisterin Gesche Clasen mitwirkt, haben bereits Tradition. Damit ist der Landgasthof seiner Funktion als Dorfmittelpunkt treu geblieben. Ein Plus für die Gemeinde, die aber auch dafür sorgen muss, dass das Gebäude in einem guten Zustand ist.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen