zur Navigation springen
Landeszeitung

23. August 2017 | 16:14 Uhr

Realitätsfern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Parkhaus Nienstadtstraße steht zur Hälfte leer – trotzdem will die Stadt die Gebühren um 40 Prozent anheben. In der südlichen Altstadt ist jedes zweite Schaufenster verwaist – trotzdem sollen die verbliebenen Geschäftsleute mehr Geld zahlen, wenn sie Kunden durch Sonderposten in ihr Geschäft locken wollen. Was will die Stadt eigentlich noch unternehmen, um die Innenstadt auszubluten? Der Hinweis des Bürgermeisters, man sei gezwungen aufzuzeigen, wie alle Einnahmemöglichkeiten ausgeschöpft werden könnten, ist ein fadenscheiniges Argument. Die Stadt ist vorsichtig, weil der Landesrechnungshof im kommenden Jahr für sechs Monate in Rendsburg zu Gast sein wird. Prüfer sollen die Stärken und Schwächen des Rathauses ausleuchten. Daher der vorauseilende Eifer, die Bürger und Kaufleute zur Kasse zu bitten. Doch diese Strategie könnte zum Eigentor werden. Dann nämlich, wenn die Rechnungsprüfer fragen, warum die Stadt eigentlich die Arbeit des hauseigenen Stadtmarketings konterkariert. Das Konstrukt verschlingt schließlich auch viel Steuergeld und hat unter anderem zum Ziel, die Innenstadt zu beleben. Die Vorschläge aus dem Rathaus sind nicht nur realitätsfern, sondern auch eine Ohrfeige für alle Händler und Gastronomen, die in der Stadt um ihre Existenz kämpfen.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 16:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert