Parkprobleme : Rathaus will mehr Tickets für Dauerparker ausgeben

.  .  . wenig los auf der fünften Ebene, ...
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Die Quote soll von 75 auf 85 Prozent aller verfügbaren Plätze erhöht werden. Die Entscheidung fällt im Bauausschuss.

shz.de von
20. Januar 2015, 09:56 Uhr

401 Autofahrer besitzen ein Dauerticket für die städtischen Parkplätze. Die Nachfrage ist hoch, dennoch hat die Stadt seit September keine weiteren Parkscheine ausgegeben. Das dürfte sich demnächst ändern. Das Rathaus will auf der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 27. Januar, beantragen, die Dauerparkquote um zehn Punkte auf 85 Prozent anzuheben. Sollte das Gremium dem Vorschlag stattgeben, könnten 62 weitere Autofahrer in den Genuss eines Parkplatz-Abos kommen.

Das Rathaus reagiert damit auf Kritik aus Politik und Öffentlichkeit. Denn die selbst auferlegte Dauerparkquote von maximal 75 Prozent aller Plätze sorgte für folgende paradoxe Situation: Die Stadt verzichtete freiwillig auf Einnahmen aus dem lukrativen Parkscheinverkauf, um nicht alle Stellplätze in der Innenstadt dauerhaft zu blockieren. Dies verstärkte jedoch beispielsweise im von Angestellten der Innenstadtfirmen stark genutzten Parkdeck Nienstadtstraße den Leerstand. Denn wer in der Altstadt nicht verbilligt parken kann, weicht auf weiter entfernte Stellplätze aus, für die nichts zu bezahlen ist. Ein beliebter Ausweichparkplatz befindet sich am Schwimmzentrum. Folge für das Parkdeck Nienstadtstraße: Gestern war dort zeitweise nur jeder zweite Platz belegt, auf den beiden höchsten Decks lag die Nutzerquote gegen 10, 13 und 18 Uhr bei unter zehn Prozent.

Dabei macht eine Quote generell durchaus Sinn. Autofahrer, die die Innenstadt ansteuern, um einen Einkaufsbummel zu unternehmen, einen Arzt aufzusuchen oder in ein Restaurant einzukehren, müssen eine realistische Chance haben, ihr Auto in der Nähe abstellen zu können. Doch dies werde auch mit der höheren Quote gewährleistet sein, machte gestern Bürgermeister Pierre Gilgenast deutlich. In den vergangenen Wochen habe die Stadt die Situation analysiert und dabei festgestellt, dass genügend freie Stellplätze zur Verfügung stünden.

Für die neu auszugebenden Dauerparktickets wird im Rathaus eine Warteliste geführt. Ein Großteil der Scheine dürfte daher schnell vergeben sein. Für Privatleute kostet die auf zwölf Monate befristete Parkerlaubnis 250 Euro, für Firmenfahrzeuge werden 200 Euro aufgerufen.

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