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Büdelsdorf : Radler steuern Verkehrskonzept an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Clubmitglieder und Stadt Büdelsdorf wollen Zustand der Strecken erfassen. Auch Zählung der Fahrradfahrer auf Schulwegen geplant.

Ein Radverkehrskonzept für Büdelsdorf – dieses Ziel haben sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und die Stadt Büdelsdorf gesteckt. In einem Workshop am Donnerstag im AWO-Haus am Eschenweg wurden die ersten Schritte dazu festgelegt. Grundlage aller Überlegungen müsse eine Ist-Aufnahme der derzeitigen Situation sein, sagte Bodo Schnoor, Sprecher der Rendsburger ADFC-Ortsgruppe. Dazu müsse der Zustand der Radverbindungen in der Stadt erfasst werden. Zudem sei es nötig, die Radfahrer auf den wichtigsten Verbindungsstrecken zu zählen. Dazu gehörten die Hollerstraße, die Kaiserstraße, die Neue Dorfstraße und der Neue Gartenweg, die auch von vielen Schülern benutzt würden. Wobei der Schulweg zur Heinrich-Heine-Schule nur noch bis Mitte 2017 so stark frequentiert werde, räumte Schoor ein. Mit den Neubau der Gemeinschaftsschule an der Neuen Dorfstraße würden sich auch die Fahrwege der Schüler verändern.

Bei der Ist-Aufnahme der Radwege soll mit Fotos dokumentiert werden, wie der Zustand des Untergrunds ist. Zudem soll aufgezeigt werden, wie Kreuzungsbereiche gestaltet sind. „Sind Sichtdreiecke frei? Wie ist die Linienführung in Kurven?“, nannte Schnoor als mögliche Kritikpunkte, die die Sicherheit von Radfahrern und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden könnten.

In dem Workshop wurde beschlossen, in den kommenden Monaten eine Radverkehrszählung durchzuführen. Dabei sollen an den bekannten Schulwegen zwischen 7 und 8 Uhr morgens die Zahl der Fahrradfahrer erfasst werden. Schnoor regte an, in den nächsten Wochen Kontakt zur Polizei aufzunehmen, um zu erfragen, ob es Bereiche entlang der Radewege gibt, in denen besonders viele Konflikte auftreten. Zudem soll bei den Schulen nach Unfalldaten von Schülern gefragt werden. Wolfgang von Berg von der Stadt Büdelsdorf geht davon aus, dass das Radverkehrskonzept bis Ende dieses Jahres aufgestellt ist. „Das geht es in die politischen Gremien“, sagte er gegenüber der Landeszeitung. Wenn es sich bei den Verbesserungsvorschlägen um die Absenkung einer Bordsteinkante handele, die 500 Euro koste, sei die Entscheidung sicherlich leichter, als wenn größere Haushaltsmittel dazu bereit gestellt werden müssten, meinte von Berg.

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